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Ahrensfelde
Ahrensfelde ist eine amtsfreie Gemeinde im äußersten Süden des Landkreises Barnim in Brandenburg, die vom Berliner Ring durchquert wird. Als Gemeinde im engeren Verflechtungsraum gehört Ahrensfelde zur Europäischen Metropolregion Berlin/Brandenburg.
[Bearbeiten] GeografieDie Gemeinde liegt im Grundmoränengebiet des Niederbarnims unmittelbar an der nordöstlichen Stadtgrenze von Berlin im Regionalpark Barnimer Feldmark. [Bearbeiten] NachbargemeindenDie Gemeinde grenzt an sämtlich amtsfreie Städte und Gemeinden der Brandenburgischen Landkreise Barnim (BAR) und Märkisch-Oderland (MOL) sowie das Land Berlin. Im Uhrzeigersinn sind das im Nordwesten die Gemeinde Panketal, im Norden die Stadt Bernau bei Berlin und im Nordosten die Stadt Werneuchen (alles BAR), im Osten die Stadt Altlandsberg und im Südosten der Ortsteil Hönow der Gemeinde Hoppegarten (beide MOL) sowie die Berliner Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Pankow. [Bearbeiten] GemeindegliederungDie Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile und Gemeindeteile:[2]
[Bearbeiten] GeschichteDie erste Erwähnung Ahrensfeldes erfolgte 1375 im Landbuch Karls IV. als Arnsfelde. Die Benennung erfolgte nach einem Mann mit dem Personennamen Arnold oder der davon gebildeten Kurzform Arn.[3] Die Ortslage des Ortsteils Ahrensfelde grenzt vor allem an den Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, weshalb ein Teil des Plattenbaugebietes im Nordosten von Marzahn inoffiziell auch als Ahrensfelde bezeichnet wird. Bei der Bildung des Stadtbezirks Marzahn in den 1970er Jahren verlor Ahrensfelde 56 Hektar seines ursprünglichen Ortsgebiets an Berlin, zunächst (1979) nur verwaltungstechnisch als Vereinbarung der Bezirksplankommission Berlin und der Bezirksplankommission Frankfurt/Oder in Durchführung der Aufgaben zur Entwicklung der Hauptstadt der DDR – Berlin und dann endgültig 1990 durch den Einigungsvertrag zwischen der DDR und der BRD. Dieser Teil im heutigen Ortsteil Marzahn wird im Volksmund Berlin-Ahrensfelde genannt. Ein Grund dafür dürfte darin bestehen, dass auch der am Westrand der Siedlung gelegene Endhaltepunkt der Berliner S-Bahn den Namen Ahrensfelde nach 1979 behielt und dieser (noch) nicht den veränderten Gegebenheiten angepasst wurde. Die heutige Gemeinde entstand am 26. Oktober 2003 unter dem Namen Ahrensfelde-Blumberg aus der zwangsweisen Eingliederung von Mehrow nach Ahrensfelde und dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Ahrensfelde, Blumberg, Eiche und Lindenberg.[4] Am 1. Oktober 2004 erfolgte die Umbenennung in Ahrensfelde.[5] [Bearbeiten] EinwohnerentwicklungDie beiden folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bevölkerung Ahrensfeldes in seinen heutigen Grenzen entwickelt hat und voraussichtlich entwickeln wird. Einen ersten Bevölkerungsschub gab es seit den 1920er Jahren durch die Nähe zum sich entwickelnden Berlin. Auch die die Flüchtlinge aus den Ostgebieten führten nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Ansteigen der Einwohnerzahl. Da sich der Wohnungsbau der DDR auf die Hauptstadt, die Bezirksstädte und einige industrielle Zentren konzentrierte, ging die Bevölkerung zurück. Seit der Wende führte die Berlin-Nähe zu einem starken Wiederanstieg der Bevölkerung. Für die Zukunft bis 2030 sagen die Statistiker des Landesamtes eine Stagnation der Bevölkerung voraus, während die Bertelsmann-Stiftung noch mit einem leichten Zuwachs rechnet. [Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] GemeindevertretungDie Gemeindevertretung hat seit der letzten Kommunalwahl am 28. September 2008 neben dem Bürgermeister Wilfried Gehrke (CDU) 22 Mitglieder. Diese teilen sich wie folgt auf die Parteien und Wahlbündnisse auf (Wahlbeteiligung: 49,71 %):[6] [Bearbeiten] Bürgermeister
[Bearbeiten] WappenDas Wappen wurde am 15. Februar 2007 genehmigt. Blasonierung: „In Grün eine gestürzte, eingebogene und silbern-rot geschachte Spitze, überdeckt von fünf wachsenden, zur Garbe gebundenen goldenen Kornähren.“[7] Die fünf Kornähren stellen die Ortsteile der Großgemeinde dar, die gebundene Garbe den Zusammenschluss der ehemaligen Dörfer Ahrensfelde, Blumberg, Eiche, Lindenberg und Mehrow. Die Ähren beziehen sich darüber hinaus auf den gemeinsamen Gemeindenamen Ahrensfelde. Das rot-weiß geschachtelte Feld verweist auf die Zugehörigkeit zum Land Brandenburg. Die Schachtelung erinnert an gemauerte Strukturen oder Grundstücksgrundrisse und soll wohl die Bedeutung Ahrensfeldes als Wohnbaustandort am Rande Berlins symbolisieren. Der Ort Ahrensfelde, nach dem die Großgemeinde Ahrensfelde benannt ist, führt weiter ein eigenes Wappen, das dem der Gemeinde ähnelt. Auf ihm sind vier goldene Ähren auf grünem Grund abgebildet, die durch ein goldenes Band mit einem Rechen und einer Sense, ebenfalls in Gold, verbunden sind. Grundlage für das von dem Grafiker und Heraldiker Frank Diemar entworfene Wappen war ein bis 1953 geführtes Siegelbild des Ortes. [Bearbeiten] FlaggeDie Gemeindeflagge ist dreistreifig Grün-Gelb-Grün (Grün-Gold-Grün) im Verhältnis 1:4:1 mit dem Gemeindewappen im Mittelstreifen.[2] [Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Feldsteinkirche in Mehrow aus dem 13. Jahrhundert
Die Liste der Baudenkmale in Ahrensfelde enthält die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler. [Bearbeiten] Bauwerke
[Bearbeiten] Parks
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten] VerkehrDer Bahnhof Ahrensfelde der Linie S7 der S-Bahn Berlin und der ODEG befindet sich noch im Berliner Stadtgebiet. Das gleiche gilt auch für die Endhaltestelle der Berliner Straßenbahnlinien M8 und 16, die nur 300 Meter vom ursprünglichen Dorfkern entfernt liegt. Hier beginnt die Buslinie 192 zum S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost. In der Gemeinde Ahrensfelde gibt es die Regionalbahnhöfe an der Wriezener Bahn Ahrensfelde Friedhof, Ahrensfelde Nord und Blumberg der Regionalbahnlinie OE25 Bahnhof Berlin-Lichtenberg–Werneuchen, die von der ODEG im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg betrieben wird. Durch die Gemeinde führen
Ein Privatflugplatz befindet sich im benachbarten Werneuchen. [Bearbeiten] Ansässige UnternehmenDie SchwörerHaus KG unterhält in Ahrensfelde ein Werk zur Fertigung hochwertiger Bäder für Hotelanlagen und Gesundheitseinrichtungen. Der Verlag für Geowissenschaften Berlin hat seinen Sitz in Ahrensfelde. Am Südrand der Gemeinde befindet sich der Kaufpark Eiche. Vattenfall Europe betreibt ein Gasturbinenkraftwerk in Ahrensfelde. [Bearbeiten] BundespolizeiIm Ortsteil Blumberg befindet sich ein bedeutender Standort der Bundespolizei. Zum einen hat dort die (deutschlandweit größte) Bundespolizeiabteilung Blumberg mit rund 860 Mitarbeitern (davon 750 Polizeivollzugsbeamte) ihren Sitz, zum anderen ist dort die Bundespolizei-Fliegerstaffel Ost mit mehr als 100 Mitarbeitern (fliegendes und technisches Personal) stationiert. Die 18 hier beheimateten Hubschrauber der Typen EC 135, EC 155, Puma und Super Puma dienen unter anderem der Sicherung von Grenzen und Bahnanlagen, der Beförderung des Bundespräsidenten, von Mitgliedern der Bundesregierung und Staatsgästen sowieso der Unterstützung in Katastrophenfällen. [Bearbeiten] Vereine
[Bearbeiten] Persönlichkeiten[Bearbeiten] Personen mit Bezug zum Ort
[Bearbeiten] WeblinksStädte und Gemeinden im Landkreis Barnim
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Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/19/12, 4:54 am |
Bilder
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