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BMW R 39
Das im Jahr 1925 erschienene Modell R 39 war das erste Einzylinder-Motorrad aus dem Hause BMW, konzipiert als sportliche Maschine mit einem Motor mit oben liegenden Ventilen (OHV-Bauart).
[Bearbeiten] Geschichte[Bearbeiten] EntwicklungBMW entwickelte im Jahr 1924 die R 39 für die 250-cm³-Klasse. Anlässlich der Deutschen Automobilausstellung in Berlin im Dezember 1924 präsentierte der Motorradhersteller das erste Einzylindermodell der Firma.[1] [Bearbeiten] Sportliche ErfolgeJosef Stelzer gewann schon 1925 die Deutsche Straßenmeisterschaft des DMV in der 250-cm³-Klasse auf einer R 39. [Bearbeiten] VermarktungDie Ausführung der R 39 unterschied sich nicht wesentlich vom gleichzeitig vorgestellten großen Zweizylinder R 37. Das verursachte ein Kostenproblem, weswegen nur 855 Einheiten zum Preis von 1870 Reichsmark produziert werden konnten. Bereits im Jahr 1927 wurde die Produktion eingestellt; die Konstruktion mit eingepresster Laufbuchse und relativ hoch liegender Nockenwelle wurde nicht weiter verfolgt. BMW baute erst ab 1931 wieder mit der R 2 einen konstruktiv völlig neuen Einzylinder. [Bearbeiten] TechnikDas Motorrad erschien in der damals gängigen BMW-Bauform, mit einem Stahlrohrrahmen und der gezogenen Kurzschwinggabel für die Führung des Vorderrades. [Bearbeiten] MotorDer Motor mit oben liegenden Ventilen (OHV-Ventilsteuerung) leistete 6,5 PS.[2] [Bearbeiten] AufbauDas Motorgehäuse war horizontal teilbar. Ein Zwischenzahnrad links oberhalb der Kurbelwelle trieb die noch eine Ebene höher liegende Nockenwelle an, deren hinteres Ende wiederum die Zündanlage hinter dem Zylinder antrieb. Der Zylinder aus Aluminium mit eingepresster Laufbuchse aus Stahl war an das Motorgehäuse angegossen. Die Nockenwelle öffnete über kurze Stoßstangen und rollengelagerte Kipphebel die Ventile. Der Zylinderkopf entsprach weitgehend dem der R 37; die Schmierung wurde über die Entlüftung des Kurbelgehäuses sichergestellt. [Bearbeiten] AntriebDie R 39 hatte ein handgeschaltetes Getriebe mit Antriebswelle auf der rechten Seite des ungefederten Hinterrades. BMW bezeichnete die die Kraftübertragung vom Getriebe zum Hinterrad als „Kardanantrieb“, die Antriebswelle als „Kardanwelle“ und das Getriebegehäuse am Hinterrad als „Kardangehäuse“ – technisch richtig war es lediglich ein Wellenantrieb des Hinterrades, da es keine Kardangelenke gab.[3] Das horizontal teilbare Getriebegehäuse war direkt an das Motorgehäuse angeflanscht. Die Eingangswelle mit 3 Gängen wurde direkt von der Einscheiben-Trockenkupplung im Schwungrad der Kurbelwelle angetrieben. Die Ausgangswelle trieb über eine Hardyscheibe in direkter Verlängerung die Antriebswelle an. Der Kickstarter wurde rechtwinklig zur Fahrzeuglängsachse betätigt. Das Kegelradgehäuse des Hinterradantriebs war leichter und kleiner als bei den Zweizylinder-Motorrädern ausgeführt. [Bearbeiten] FahrwerkDas Fahrwerk war ein Rohrrahmen ohne Hinterradfederung, die Vordergabel war eine gezogene Kurzschwinge mit Blattfederung.[4] Die Hinterradbremse war erstmals bei BMW als Kardanbremse ausgeführt, die auf den Außenring der Hardyscheibe wirkte.[5] [Bearbeiten] Technische Daten
[Bearbeiten] Siehe auch[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
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Vorkriegszeit – Einzylinder: R 39 | R 2 | R 3 | R 4 | R 35 | R 20 | R 23 Vorkriegszeit – Boxer: R 32 | R 37 | R 42 | R 47 | R 52 | R 57 | R 62 | R 63 | R 11 | R 16 | R 7 (Prototyp) | R 12 | R 17 | R 5 | R 6 | R 51 | R 61 | R 66 | R 71 | WR 750 (Rennmotorrad) Zweiter Weltkrieg: R 75 (Wehrmachtsgespann) Nachkriegszeit: R 24 | R 25 | R 25/2 | R 25/3 | R 51/2 | R 51/3 | R 67/2 | R 68 Vollschwingen-BMW 1955 bis 1969: R 26 | R 27 | R 50 | R 60 | R 69 | R 50/2 | R 60/2 | R 50 S | R 69 S "Strich-Fünfer" 1969 bis 1973: R 50/5 | R 60/5 | R 75/5 "Strich-Sechser" 1973 bis 1976: R 60/6 | R 75/6 | R 90/6 | R 90 S "Strich-Siebener" 1976 bis 1985: R 60/7 | R 75/7 | R 80/7 | R 100/7 | R 100 S | R 100 RS | R 100 RT | R 100 CS "Kleine" Zweizylinder-Boxer 1978 bis 1985: R 45 | R 65 | R 65 S | R 65 GS Zweizylinder-Boxer 1980 bis 1997 (letzte Zweiventil-Boxer): R 80 G/S | R 80 ST | R 80 | R 80 RT | R 80 GS | R 80 R | R 100 GS | R 100 GS Paris-Dakar | R 100 R | R 100 RS Classic | R 100 RT Classic Vierventil-Boxer mit 850 bis 1.200 cm³ 1993 bis 2006 (1. Generation): R 850 GS | R 850 RT | R 850 R / R Comfort | R 850 C | R 1100 R | R 1100 RS | R 1100 S | R 1100 GS | R 1100 RT | R 1150 RT | R 1150 R | R 1150 R Rockster | R 1150 RS | R 1150 GS | R 1150 GS Adventure | R 1200 C | R 1200 CL Vierventil – Boxer mit 1.200 cm³ ab 2004 (2. Generation, „EVO-Boxer“): R 1200 S | R 1200 ST | HP2 Enduro F- und G-Baureihe (Einzylinder und Reihen-Zweizylinder): F 650 | F 650 ST | F 800 S | G 650 Xchallenge | G 650 Xcountry | G 650 Xmoto K-Baureihe (Drei- und Vierzylinder-Reihenmotoren): K 75 | K 75 C | K 75 S | K 75 RT | K 100 | K 100 RS | K 100 RT | K 100 LT | K 1 | K 1100 LT | K 1100 RS | K 1200 GT | K 1200 LT | K 1200 R | K 1200 RS Roller: R 10 (Prototypen) | C1 Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/19/12, 7:04 am |
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