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Banco Santander
Die Banco Santander, S.A. (oftmals auch als Grupo Santander bezeichnet) ist eine spanische Universalbank und nach Marktkapitalisierung 2011 das zweitgrößte Finanzinstitut Europas.[1] Der Geschäftssitz befindet sich in der nordspanischen Stadt Santander. Der Unternehmenssitz ist die sogenannte Ciudad Grupo Santander[2] (oft auch Santander City) in Boadilla del Monte, außerhalb von Madrid. Das 1857 gegründete Unternehmen entwickelte sich seit Beginn der 1990er Jahre durch zahlreiche Übernahmen und Fusionen zu einer globalen Großbank. Banco Santander ist an der Bolsa de Madrid, der London Stock Exchange, der New York Stock Exchange, der Euronext und der Bolsa de Valores de São Paulo gelistet. Die Bank ist eine der 29 Großbanken, die vom Financial Stability Board (FSB) als „systemically important financial institution“ (systemisch bedeutsames Finanzinstitut) eingestuft wurden.[3] Sie unterliegt damit einer besonderen Überwachung und strengeren Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital. [4]
[Bearbeiten] GeschichteNach der Fusion der Banco Santander mit der Banco Central Hispano 1999 entstand die größte Universalbank Spaniens. Nach dieser Fusion mit Banco Central Hispano firmierte das Unternehmen unter Banco Santander Central Hispano. Im August 2007 wurde die Firmierung wieder auf Banco Santander geändert. Kernbereiche sind das Retail Banking, Asset Management & Private Banking (inklusive Versicherungen), das globale Großkunden-Banking und Online Financial Services. Gemessen am Börsenwert ist sie das größte Unternehmen in Spanien und ist zudem die größte Bank der Eurozone. Ihren Erfolg verdankt die Bank der Geschäftsstrategie, den Kunden deutlich höhere Guthabenzinsen und deutlich geringere Darlehenszinsen als bei der Konkurrenz anzubieten. Santander steigerte den Nettogewinn im Jahr 2005 um 72,5 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. 2007 übernahm sie mit der Royal Bank of Scotland und Fortis die ABN AMRO. Weltweit sind sie das neuntgrößte Kreditinstitut. Die Gruppe hat mehr als 67 Millionen Kunden, über 2,6 Millionen Aktionäre und 10.400 Zweigstellen in mehr als 40 Ländern. Die Bank beschäftigt über 131.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2009 überraschte die Bank angesichts der Krise mit einem um 0,7 % gestiegenen Ergebnis auf 8,94 Milliarden Euro und erreicht damit das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.[5] Anfang 2009 übernahm Santander das Österreich-Geschäft der GE Money Bank und arbeitet seit Oktober 2009 unter dem Namen Santander Consumer Bank in Österreich. In Deutschland ist Banco Santander mit der 100%igen Tochter Santander Consumer Bank AG vertreten, die sich auf Absatzfinanzierung von Kraftfahrzeugen und Konsumgütern spezialisiert hat. Im Juli 2010 wurde bekannt, dass die Banco Santander 173 Filialen der SEB AG übernimmt und sich somit mit sieben Millionen Privatkunden auf Platz vier noch vor die ING DiBa setzt. Dadurch zieht sich die SEB Bank AG komplett aus dem Privatkundengeschäft zurück und 2.400 Mitarbeiter gehen zur Banco Santander über, mit einer Beschäftigungsgarantie bis Ende 2011. Im September 2010 meldete Banco Santander, sie sei zu einem Übereinkommen zum Kauf einer Beteiligung der Allied Irish Banks am drittgrößten polnischen Geldinstitut, Bank Zachodni WBK (BZ WBK) in Höhe von 2.938 Millionen Euro gekommen, 150 Millionen mehr als eine 50 %-Beteiligung an BZ WBK. Santander meldete zugleich, dass sie ein Kaufangebot über die restlichen 30 Prozent der Aktien unterbreiten werde, was einen weiteren Betrag von 1240 Millionen Euro ausmache.[6][7] Die Banco Santander befindet sich in einem Streit mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) über die Verwendung der Farbe Rot in ihrem Markenauftritt.[8] [Bearbeiten] UnternehmensleitungDie Bank wird in dritter Generation von Emilio Botín als Chairman of the Board geführt, der 1986 seinen gleichnamigen Vater und seinen gleichnamigen Großvater als Präsident beerbte. Der Vorstandsvorsitzende ist Alfredo Sáenz Abad, der wegen einer Falschaussage im Zusammenhang mit seiner vorherigen Bank Banesto am 29. Dezember 2009 zu einer Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt wurde.[9] [Bearbeiten] Tochterunternehmen
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks[Bearbeiten] Einzelnachweise
Unternehmen im EURO STOXX 50 (Stand: 30. September 2010)
Air Liquide | Allianz | Alstom | Anheuser-Busch InBev | ArcelorMittal | Assicurazioni Generali | AXA | Banco Bilbao Vizcaya Argentaria | Banco Santander | BASF | Bayer | BMW | BNP Paribas | Carrefour | Credit Agricole | CRH | Daimler | Deutsche Bank | Deutsche Börse | Deutsche Telekom | E.ON | Enel | Eni | France Telecom | Danone | GDF Suez | Iberdrola | ING Groep | Intesa Sanpaolo | L’Oréal | LVMH | Munich Re | Nokia | Philips | Repsol YPF | RWE | Saint-Gobain | Sanofi-Aventis | SAP | Schneider Electric | Siemens | Societe Generale | Telecom Italia | Telefónica | Total | Unibail-rodamco | UniCredit Group | Unilever | Vinci | Vivendi Unternehmen im IBEX 35 (Stand: 4. Januar 2010)
Abengoa | Abertis | Acciona | Acerinox | Grupo ACS | ArcelorMittal | Banco Popular Español | Banco Sabadell | Banco Santander | Banesto | Bankinter | BBVA | BME | Criteria CaixaCorp | Ebro Foods | Enagás | Endesa | FCC | Ferrovial | Gamesa | Gas Natural | Grifols | Iberdrola Renovables | Iberdrola | Iberia | Inditex | Indra Sistemas | Mapfre | Obrascón Huarte Lain | Red Eléctrica | Repsol YPF | Sacyr Vallehermoso | Técnicas Reunidas | Telecinco | Telefónica Unternehmen im Dow Jones Global Titans 50 (Stand: 8. Juni 2009)
Abbott Laboratories | Allianz SE | Apple | AT&T | Banco Santander | Bank of America | BHP Billiton | BNP Paribas | BP | Chevron | Cisco | Citigroup | Coca-Cola | ConocoPhillips | E.ON | Eni | ExxonMobil | Gazprom | General Electric | GlaxoSmithKline | Google | Hewlett-Packard | HSBC | IBM | Intel | Johnson & Johnson | JPMorgan Chase & Co. | Merck | Microsoft | Mitsubishi UFJ Financial Group | Nestlé | Novartis | Oracle | PepsiCo | Petrobras | Pfizer | Philip Morris International | Procter & Gamble | Hoffmann-La Roche | Royal Dutch Shell | Samsung Electronics | Sanofi-Aventis | Schlumberger | Siemens | Telefónica | Total | Toyota | Verizon Communications | Vodafone | Walmart Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/19/12, 7:38 am |
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