|
Bezirk Marzahn-Hellersdorf
Marzahn-Hellersdorf ist der zehnte[1] Verwaltungsbezirk von Berlin.. Er entstand 2001 durch die Fusion der Bezirke Marzahn und Hellersdorf. Obwohl der Bezirk kein positives Image in der Bevölkerung hat, zählt er zu den sichersten Bezirken Berlins.[2]
[Bearbeiten] GeografieDer Bezirk liegt im Osten Berlins und grenzt an die Bezirke Lichtenberg und Treptow-Köpenick sowie im Norden und Osten an das Land Brandenburg. [Bearbeiten] Landschaft[Bearbeiten] ErhebungenDurch Ablagerung von Schutt des Zweiten Weltkriegs und durch den Aushub beim Bau von Wohnhäusern entstanden mehrere Erhebungen.
[Bearbeiten] Gewässer
[Bearbeiten] OrtsteileDer Bezirk besteht aus fünf Ortsteilen. Die Ortsteile Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf bildeten von 1986 bis 2001 den eigenständigen Berliner Bezirk Hellersdorf.
[Bearbeiten] GeschichteAlle fünf Ortsteile, aus denen der Bezirk besteht, stammen ursprünglich aus dem Landkreis Niederbarnim und wurden 1920 durch das Groß-Berlin-Gesetz nach Berlin eingemeindet. Zusammen mit den Ortsteilen Lichtenberg und Friedrichsfelde bildeten sie bis 1979 den Bezirk Lichtenberg. Durch den Aufbau des Neubaugebietes Marzahn wuchs Ende der 1970er Jahre vor allem der Ortsteil Marzahn, sodass 1979 aus den fünf heute den Bezirk bildenden Ortsteilen der Bezirk Marzahn gebildet wurde. Nachdem – bedingt durch die Entstehung der Neubaugebiete in Hellersdorf und Kaulsdorf – die Einwohnerzahl weiter gestiegen war, wurde am 1. Juni 1986 aus den Ortsteilen Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf der Bezirk Hellersdorf gegründet, der bis zur Bezirksreform 2001 eigenständig blieb. In Marzahn-Hellersdorf hat es demografisch die größten Veränderungen innerhalb von Berlin gegeben. 1991 betrug das Durchschnittsalter der beiden Bezirke 30,5 Jahre. Es erhöhte sich bis 2009 auf 42,4 Jahre, vor allem durch die Abwanderung der Jüngeren.[4] In den letzten zehn Jahren kam es zu einem starken Zuzug in die Einfamilienhausgebiete Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf, während im nördlichen Teil des Bezirkes die Abwanderung geringer wurde. Am 25. Mai 2009 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt. Siehe auch: Geschichte des Dorfes Marzahn [Bearbeiten] PolitikWahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2011
(Stimmen in %)[5]
%
40
30
20
10
0
31,2
26,4
17,3
8,6
5,8
4,1
6,7
Gewinne und Verluste
In der Politik des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf dominierte lange die Partei Die Linke, die bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2001 (noch als PDS) auf 51,1 % der gültigen Stimmen kam und mit dem Bezirksbürgermeister (Uwe Klett) vier von sechs Stadträten stellte. Seit der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung vom 18. September 2011 ist Stefan Komoß (SPD) Bürgermeister von Marzahn-Hellersdorf. Bezirksstadträte sind Dagmar Pohle (Die Linke), Christian Gräff (CDU), Stephan Richter (SPD) und Juliane Witt (Die Linke).[6] [Bearbeiten] WappenDas Wappen des Bezirks Marzahn-Hellersdorf greift auf die Gestaltungselemente des Wappens des alten Bezirks Marzahn zurück. Der Bezirk Hellersdorf mit seinen Ortsteilen war vor seiner Gründung Bestandteil des Bezirkes Marzahn. Dennoch wollte die BVV nicht das alte Wappen von Marzahn für den neuen Bezirk übernehmen. Das Bezirksamt bildete eine Wappenkommission, die den Heraldiker Lutz Döring mit dem Entwurf des neuen Wappens beauftragte. Die Korngarbe mit Ähren symbolisiert die jahrhundertelange landwirtschaftliche Prägung aller Ortsteile des Bezirkes, und die fünf Ähren verweisen auf die fünf Ortsteile Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn, aus denen der Bezirk besteht. Der Wellenbalken steht für die Wuhle, die den Bezirk von Nord nach Süd durchfließt, und die vielen Gewässer des Bezirks. Die grüne Tingierung des Schildes steht für die großzügigen Grünflächen und Parks. Das Zahnrad symbolisiert wie im alten Wappen von Marzahn die starke Industrialisierung des Bezirkes im 20. Jahrhundert. Das heutige Wappen wurde am 7. Oktober 2003 durch den Senat verliehen, dabei steht „in grünem Schild ein schräglinker silberner Wellenbalken, darüber eine goldene Korngarbe mit fünf Ähren, darunter ein silbernes Zahnrad. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.“[7] Die Mauerkrone ist dabei das verbindende Elemente aller Berliner Bezirke. [Bearbeiten] StädtepartnerschaftenÜber den Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsverein e.V. unterhält der Bezirk folgende Städtepartnerschaften:
[Bearbeiten] Wirtschaft[Bearbeiten] Ansässige UnternehmenMarzahn-Hellersdorf verfügt über das größte zusammenhängende Gewerbegebiet der Stadt: Berlin eastside. Die wichtigsten (größeren) Unternehmen sind:
[Bearbeiten] WirtschaftsverbandDer Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis e. V. (MHWK) wurde 1991 von Marzahner Unternehmen unter dem Motto „Gemeinsam zum Erfolg“ gegründet. Dieser Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen Marzahn-Hellersdorfer Unternehmen und Angehöriger freier Berufe gegenüber Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft wahrzunehmen. Durch Informationen und Beratung bietet der MHWK außerdem seinen Mitgliedern Unterstützung bei ihren vielfältigen Aufgaben als Arbeitgeber, Unternehmer oder Freiberufler.[8] [Bearbeiten] VerkehrDurch Marzahn-Hellersdorf fahren die S-Bahn-Linien S5, S7, S75 sowie die U-Bahn-Linie U5. Des Weiteren führen mehrere Straßenbahn- und Buslinien durch den Bezirk. Über die Bundesstraßen 1/5 und 158 sowie über die Landsberger Allee/Landsberger Chaussee hat der Bezirk eine schnelle Anbindung an die Bundesautobahn 10 (Berliner Ring). [Bearbeiten] Kultur, Wissenschaft, Sport, Bildung[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Schulen2012 gab es im Bezirk Marzahn-Hellersdorf 30 Grundschulen, 12 Integrierte Sekundarschulen, 5 Gymnasien[9] und zwei Oberstufenzentren [10]. Seit 2008 existiert im Bezirk die private Waldorfschule Mahlsdorf [11] Aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen wurden mehrere Schulen in Marzahn-Hellersdorf fusioniert und Standorte aufgegeben. So wurde die Oberschule am Elsengrund 2009 geschlossen und mit dem Otto-Nagel-Gymnasium fusioniert. Die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) ist eine Fachhochschule in Berlin-Hellersdorf mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit sowie Gesundheits- und Pflegemanagement.
[Bearbeiten] SportIn Marzahn-Hellersdorf existiert eine große Zahl von Sportvereinen und Sportanlagen. Überregionale Bedeutung besitzt dabei der Athletik-Club Berlin (verschiedene deutsche und Berliner Meister im Bereich Leichtathletik). [Bearbeiten] KulturAnfang 2005 wurde im Bezirk das Jugendsinfonieorchester Marzahn-Hellersdorf gegründet, in dem Schüler aus der Musikschule Marzahn-Hellersdorf und Schüler aus anderen Musikschulen unter dem Dirigenten Jobst Liebrecht spielen. Im Park des Schlosses Biesdorf befindet sich die Parkbühne mit rund 5000 Plätzen. Sie wird häufig für Konzertveranstaltungen, Meetings, Parkfeste und Schulveranstaltungen genutzt. Es gibt mehrere Museen, wie das von Charlotte von Mahlsdorf aufgebaute Gründerzeitmuseum mit Europas größter zusammenhängender Sammlung von Gegenständen der Gründerzeit in Mahlsdorf. [Bearbeiten] Mit dem Bezirk verbundene PersönlichkeitenProminente und Künstler wie beispielsweise Petra Zieger, Maybrit Illner, Wolfgang Berghofer und Frank Schöbel haben ihren Wohnsitz in Marzahn-Hellersdorf. Die als Cindy aus Marzahn bekannt gewordene Ilka Bessin stammt allerdings aus Luckenwalde und wohnt im Berliner Ortsteil Wilmersdorf. [Bearbeiten] Wanderrouten
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
Charlottenburg-Wilmersdorf | Friedrichshain-Kreuzberg | Lichtenberg | Marzahn-Hellersdorf | Mitte | Neukölln | Pankow | Reinickendorf | Spandau | Steglitz-Zehlendorf | Tempelhof-Schöneberg | Treptow-Köpenick Ortsteile Berlins im Bezirk Marzahn-Hellersdorf
Biesdorf | Hellersdorf | Kaulsdorf | Mahlsdorf | Marzahn Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/22/12, 2:28 am |
Bilder
Quelle: Flickr. Twitter
::
Ähnliche Videos
Quelle: Youtube. Neueste Videos
Quelle: Youtube. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||




















