Bezirk Marzahn-Hellersdorf
Wappen von Marzahn-Hellersdorf

Marzahn-Hellersdorf
Bezirk von Berlin

Bezirk Mitte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Bezirk Pankow Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk Spandau Bezirk Steglitz-Zehlendorf Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bezirk Neukölln Bezirk Treptow-Köpenick Bezirk Marzahn-Hellersdorf Bezirk Lichtenberg Bezirk Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 32′ 23″ N, 13° 35′ 3″ O52.5397213.58428Koordinaten: 52° 32′ 23″ N, 13° 35′ 3″ O
Fläche 61,8 km²
Einwohner 252.822 (30. Nov. 2011)
Bevölkerungsdichte 4091 Einwohner/km²
Website BA Marzahn-Hellersdorf
Durchschnittsalter 42,4 Jahre (2009)
Bezirksschlüssel 10
Politik
Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD)
Sitzverteilung (BVV)
Linke SPD CDU Piraten Grüne NPD
19 16 10 4 3 2
Sitzverteilung in der BVV

Marzahn-Hellersdorf ist der zehnte[1] Verwaltungsbezirk von Berlin.. Er entstand 2001 durch die Fusion der Bezirke Marzahn und Hellersdorf. Obwohl der Bezirk kein positives Image in der Bevölkerung hat, zählt er zu den sichersten Bezirken Berlins.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Bezirk liegt im Osten Berlins und grenzt an die Bezirke Lichtenberg und Treptow-Köpenick sowie im Norden und Osten an das Land Brandenburg.

[Bearbeiten] Landschaft

[Bearbeiten] Erhebungen

Durch Ablagerung von Schutt des Zweiten Weltkriegs und durch den Aushub beim Bau von Wohnhäusern entstanden mehrere Erhebungen.

[Bearbeiten] Gewässer

[Bearbeiten] Ortsteile

Der Bezirk besteht aus fünf Ortsteilen. Die Ortsteile Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf bildeten von 1986 bis 2001 den eigenständigen Berliner Bezirk Hellersdorf.

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Einwohner[3]
31. Dezember 2011
Einwohner
pro km²
Berlin Marzahn Hellersdorf Kaulsdorf Mahlsdorf Biesdorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
1001 Marzahn
  • Marzahn-Nord
  • Marzahn-Mitte
  • Marzahn-Süd
19,54 103.768 5.311
1002 Biesdorf
  • Biesdorf-Nord
  • Biesdorf-Süd
12,44 24.988 2.009
1003 Kaulsdorf
  • Kaulsdorf-Nord
  • Kaulsdorf-Süd
8,81 18.675 2.120
1004 Mahlsdorf
  • Mahlsdorf-Nord
  • Mahlsdorf-Süd
12,94 26.954 2.083
1005 Hellersdorf
  • Hellersdorf-Nord
  • Hellersdorf-Mitte
  • Hellersdorf-Süd
8,10 74.847 9.240

[Bearbeiten] Geschichte

Alle fünf Ortsteile, aus denen der Bezirk besteht, stammen ursprünglich aus dem Landkreis Niederbarnim und wurden 1920 durch das Groß-Berlin-Gesetz nach Berlin eingemeindet. Zusammen mit den Ortsteilen Lichtenberg und Friedrichsfelde bildeten sie bis 1979 den Bezirk Lichtenberg. Durch den Aufbau des Neubaugebietes Marzahn wuchs Ende der 1970er Jahre vor allem der Ortsteil Marzahn, sodass 1979 aus den fünf heute den Bezirk bildenden Ortsteilen der Bezirk Marzahn gebildet wurde.

Nachdem – bedingt durch die Entstehung der Neubaugebiete in Hellersdorf und Kaulsdorf – die Einwohnerzahl weiter gestiegen war, wurde am 1. Juni 1986 aus den Ortsteilen Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf der Bezirk Hellersdorf gegründet, der bis zur Bezirksreform 2001 eigenständig blieb.

In Marzahn-Hellersdorf hat es demografisch die größten Veränderungen innerhalb von Berlin gegeben. 1991 betrug das Durchschnittsalter der beiden Bezirke 30,5 Jahre. Es erhöhte sich bis 2009 auf 42,4 Jahre, vor allem durch die Abwanderung der Jüngeren.[4]

In den letzten zehn Jahren kam es zu einem starken Zuzug in die Einfamilienhausgebiete Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf, während im nördlichen Teil des Bezirkes die Abwanderung geringer wurde.

Am 25. Mai 2009 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Siehe auch: Geschichte des Dorfes Marzahn

[Bearbeiten] Politik

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2011
(Stimmen in %)[5]
 %
40
30
20
10
0
31,2
26,4
17,3
8,6
5,8
4,1
6,7
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2006[5]
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-7,0
+1,4
+4,3
+8,6
+0,7
-2,3
-5,6

In der Politik des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf dominierte lange die Partei Die Linke, die bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2001 (noch als PDS) auf 51,1 % der gültigen Stimmen kam und mit dem Bezirksbürgermeister (Uwe Klett) vier von sechs Stadträten stellte.

Seit der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung vom 18. September 2011 ist Stefan Komoß (SPD) Bürgermeister von Marzahn-Hellersdorf. Bezirksstadträte sind Dagmar Pohle (Die Linke), Christian Gräff (CDU), Stephan Richter (SPD) und Juliane Witt (Die Linke).[6]

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen des Bezirks Marzahn-Hellersdorf greift auf die Gestaltungselemente des Wappens des alten Bezirks Marzahn zurück. Der Bezirk Hellersdorf mit seinen Ortsteilen war vor seiner Gründung Bestandteil des Bezirkes Marzahn. Dennoch wollte die BVV nicht das alte Wappen von Marzahn für den neuen Bezirk übernehmen. Das Bezirksamt bildete eine Wappenkommission, die den Heraldiker Lutz Döring mit dem Entwurf des neuen Wappens beauftragte. Die Korngarbe mit Ähren symbolisiert die jahrhundertelange landwirtschaftliche Prägung aller Ortsteile des Bezirkes, und die fünf Ähren verweisen auf die fünf Ortsteile Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn, aus denen der Bezirk besteht. Der Wellenbalken steht für die Wuhle, die den Bezirk von Nord nach Süd durchfließt, und die vielen Gewässer des Bezirks. Die grüne Tingierung des Schildes steht für die großzügigen Grünflächen und Parks. Das Zahnrad symbolisiert wie im alten Wappen von Marzahn die starke Industrialisierung des Bezirkes im 20. Jahrhundert.

Das heutige Wappen wurde am 7. Oktober 2003 durch den Senat verliehen, dabei steht „in grünem Schild ein schräglinker silberner Wellenbalken, darüber eine goldene Korngarbe mit fünf Ähren, darunter ein silbernes Zahnrad. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.“[7] Die Mauerkrone ist dabei das verbindende Elemente aller Berliner Bezirke.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Über den Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsverein e.V. unterhält der Bezirk folgende Städtepartnerschaften:

Flag of Hungary.svg Budapest, IV. (Újpest) und XV. Stadtbezirk (Rákospalota), Ungarn
Flag of the United Kingdom.svg Halton, Großbritannien
Flag of Germany.svg Lauingen, Deutschland
Flag of Belarus.svg Minsk Stadtbezirke Partizan und Oktjabr, Weißrussland
Flag of Poland.svg Tichau (Tychy), Polen

[Bearbeiten] Wirtschaft

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Marzahn-Hellersdorf verfügt über das größte zusammenhängende Gewerbegebiet der Stadt: Berlin eastside. Die wichtigsten (größeren) Unternehmen sind:

[Bearbeiten] Wirtschaftsverband

Der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis e. V. (MHWK) wurde 1991 von Marzahner Unternehmen unter dem Motto „Gemeinsam zum Erfolg“ gegründet. Dieser Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen Marzahn-Hellersdorfer Unternehmen und Angehöriger freier Berufe gegenüber Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft wahrzunehmen. Durch Informationen und Beratung bietet der MHWK außerdem seinen Mitgliedern Unterstützung bei ihren vielfältigen Aufgaben als Arbeitgeber, Unternehmer oder Freiberufler.[8]

[Bearbeiten] Verkehr

Durch Marzahn-Hellersdorf fahren die S-Bahn-Linien S5, S7, S75 sowie die U-Bahn-Linie U5. Des Weiteren führen mehrere Straßenbahn- und Buslinien durch den Bezirk. Über die Bundesstraßen 1/5 und 158 sowie über die Landsberger Allee/Landsberger Chaussee hat der Bezirk eine schnelle Anbindung an die Bundesautobahn 10 (Berliner Ring).

[Bearbeiten] Kultur, Wissenschaft, Sport, Bildung

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Schulen

2012 gab es im Bezirk Marzahn-Hellersdorf 30 Grundschulen, 12 Integrierte Sekundarschulen, 5 Gymnasien[9] und zwei Oberstufenzentren [10]. Seit 2008 existiert im Bezirk die private Waldorfschule Mahlsdorf [11]

Aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen wurden mehrere Schulen in Marzahn-Hellersdorf fusioniert und Standorte aufgegeben. So wurde die Oberschule am Elsengrund 2009 geschlossen und mit dem Otto-Nagel-Gymnasium fusioniert.

Die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) ist eine Fachhochschule in Berlin-Hellersdorf mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit sowie Gesundheits- und Pflegemanagement.

Auswahl von Schulen im Bezirk

[Bearbeiten] Sport

In Marzahn-Hellersdorf existiert eine große Zahl von Sportvereinen und Sportanlagen. Überregionale Bedeutung besitzt dabei der Athletik-Club Berlin (verschiedene deutsche und Berliner Meister im Bereich Leichtathletik).

[Bearbeiten] Kultur

Anfang 2005 wurde im Bezirk das Jugendsinfonieorchester Marzahn-Hellersdorf gegründet, in dem Schüler aus der Musikschule Marzahn-Hellersdorf und Schüler aus anderen Musikschulen unter dem Dirigenten Jobst Liebrecht spielen.

Im Park des Schlosses Biesdorf befindet sich die Parkbühne mit rund 5000 Plätzen. Sie wird häufig für Konzertveranstaltungen, Meetings, Parkfeste und Schulveranstaltungen genutzt.

Es gibt mehrere Museen, wie das von Charlotte von Mahlsdorf aufgebaute Gründerzeitmuseum mit Europas größter zusammenhängender Sammlung von Gegenständen der Gründerzeit in Mahlsdorf.

[Bearbeiten] Mit dem Bezirk verbundene Persönlichkeiten

Prominente und Künstler wie beispielsweise Petra Zieger, Maybrit Illner, Wolfgang Berghofer und Frank Schöbel haben ihren Wohnsitz in Marzahn-Hellersdorf. Die als Cindy aus Marzahn bekannt gewordene Ilka Bessin stammt allerdings aus Luckenwalde und wohnt im Berliner Ortsteil Wilmersdorf.

[Bearbeiten] Wanderrouten

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Marzahn-Hellersdorf – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  2. Kriminalitätsstatistik 2009 für Berlin aufgeteilt nach Bezirken
  3. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2011, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 20. März 2012 (PDF-Datei).
  4. Demografische Situation in Marzahn-Hellersdorf 2009
  5. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin
  6. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
  7. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen Marzahn-Hellersdorf
  8. Webseite des Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreises e. V.
  9. Schulen in Marzahn-Hellersdorf
  10. Oberstufenzentren in Marzahn-Hellersdorf
  11. Waldorfschule Mahlsdorf
  12. Route Wuhletal-Wanderweg
  13. Route Wuhle-Hönow-Weg
  14. Route Am Barnimhang
  15. Route Neue Urbanität

Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/22/12, 2:28 am

Bilder
  • berlin bezirk marzahn-hellersdorf by Robert Basik2012
  • Holzindianer by Pete Shacky
  • berlin bezirk marzahn-hellersdorf by Robert Basik2012
  • Straßenecke in Hellersdorf während ihrer Umbenennung  (10.- 25.Juni 1992) by oedipusphinx — — — — theJWDban
  • »Albert.Norden.Straße«  (4.12.1984 - 31.1.1992) in Richtung Kaulsdorf Nord by oedipusphinx — — — — theJWDban
  • Straßenecke in Marzahn während ihrer Umbenennung  (1992) by oedipusphinx — — — — theJWDban
  • chartreuse street-placque named for the french revolutionary Jean-Paul Marat crosses out the prussian monarchist Cecilien while the moon of red Mahagon is tinging the sky pinkly by quapan
  • Wolfgang Brauer, Petra Pau, Dieter Winkler (v.l.n.r.) am 12.November 2008 um 19 Uhr im Heimatmuseum Marzahn-Hellersdorf by oedipusphinx — — — — theJWDban
  • S-Bahnhof Poelchaustrasse by Der Teilzeit-Berliner
  • Puls Berlin 2011 by PULS Deutschland
  • Puls Berlin 2011 by PULS Deutschland
  • Puls Berlin 2011 by PULS Deutschland
  • Puls Berlin 2011 by PULS Deutschland
  • Puls Berlin 2011 by PULS Deutschland
  • Puls Berlin 2011 by PULS Deutschland
  • Biesdorfer Herbst by *Binisa
  • Puls Berlin 2011 by PULS Deutschland
  • Puls Berlin 2011 by PULS Deutschland
  • ♠♠♠♠♠ by chat-noir^^

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