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Bezirk Reinickendorf
Reinickendorf ist der zwölfte[1] Verwaltungsbezirk von Berlin. Er wurde nach dem gleichnamigen Ortsteil benannt, der im Südosten des Bezirks liegt. In der Zeit nach 1945 gehörte in der „Vier-Mächte-Stadt“ Berlin der Bezirk Reinickendorf zum französischen Sektor von Berlin und damit bis zur Wiedervereinigung zu West-Berlin.
[Bearbeiten] GeografieDer Bezirk Reinickendorf befindet sich am nordwestlichen Rand Berlins. Die Nachbarbezirke sind im Südwesten Spandau, im Süden Charlottenburg-Wilmersdorf, im Südosten Mitte und im Osten Pankow. Der gesamte Norden grenzt an den brandenburgischen Landkreis Oberhavel. Der Bezirk unterteilt sich in elf Ortsteile:
[Bearbeiten] StadtentwicklungDer Bezirk Reinickendorf wurde 1920 aus den ehemaligen Bauerndörfern Reinickendorf, Wittenau, Tegel, Heiligensee, Hermsdorf und Lübars sowie drei Gutsbezirken gebildet. Sein Charakter ist von Wäldern und Gewässern geprägt, seine südlichen Teile haben aber in der Bebauung viele Ähnlichkeiten mit dem angrenzenden Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte. Darüber hinaus liegt in Reinickendorf die zwischen 1929 und 1931 erbaute Siedlung Weiße Stadt und das Märkische Viertel, das von 1963 bis 1974 als Großbausiedlung geschaffen wurde und in dem heute über 30.000 Menschen wohnen. In den restlichen Ortsteilen herrscht Einzelhausbebauung vor, die in einigen Bereichen wie Hermsdorf und insbesondere Frohnau auch villenartigen Charakter annimmt. Reinickendorf verfügt mit dem Flughafen Berlin-Tegel über den einzigen sich in Betrieb befindlichen Flughafen auf Berliner Stadtgebiet. [Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten] WappenAuf dem Wappen des Bezirks Reinickendorf sieht man einen Rotfuchs, der auf einem goldenen Schrägbalken läuft; entgegen einer weit verbreiteten Annahme ist das kein Verweis auf das Fabeltier Reineke Fuchs, sondern er wurde aus dem alten Wappen des Dorfes Reinickendorf übernommen, dessen Name auf den Gründer, den niedersächsischen Reinhardt, zurückgeht. Auf beiden Seiten des Balkens sieht man jeweils drei goldene Ähren auf schwarzem Hintergrund, diese symbolisieren die sechs den Bezirk konstituierenden einstigen Bauerndörfer und heutigen Ortsteile, die im übrigen auch noch eigene Wappen führen. Das heutige Wappen wurde dem Bezirk vom Berliner Senat am 28. November 1955 verliehen, dabei steht „in schwarzem Schild ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem laufenden roten Fuchs und begleitet von sechs (3 : 3) goldenen Ähren. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit einem kleinen Berliner Wappenschild belegt ist.“[6] Die Mauerkrone wurde dem Wappen dabei am 1. Januar 2001 im Rahmen der Bezirksreform als verbindendes Element aller Berliner Bezirke hinzugefügt. [Bearbeiten] KommunalpolitikWahl zur Bezirksverordnetenversammlung
am 18. September 2011 (vorläufiges Ergebnis) (Stimmen in %)[7]
%
50
40
30
20
10
0
41,7
27,6
12,5
6,2
2,8
9,2
Gewinne und Verluste
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 erstmals wieder seit der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 ein kommunales Parlament in Reinickendorf gewählt. Aus der ersten Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ging die SPD als Wahlsieger mit der absoluten Mehrheit hervor. Ihren Höhepunkt erreichte sie bei der Wahl 1948 mit einem Wahlergebnis von 67,9 % der Stimmen – das höchste Wahlergebnis einer Partei in Reinickendorf seither. Die Mehrheit als stärkste Fraktion konnte sie sich durchgehend bis zur Wahl 1981 in der BVV erhalten. Die Reinickendorfer CDU schaffte es dann 1981, sich die Mehrheit im Parlament zu sichern, 1985 und 1999 sogar die absolute Mehrheit. 1989 gelang es dem Sozialdemokraten Detlef Dzembritzki für sechs Jahre Bürgermeister zu werden. Bei der Wahl 1995 scheiterte er jedoch an der Christdemokratin Marlies Wanjura, die als erste Frau zur Bezirksbürgermeisterin Reinickendorfs in dieses Amt gewählt wurde. Mit ihr erzielte die CDU 1999 auch ihr höchstes Ergebnis von 56,5 % der abgegebenen Stimmen. Am 30. September 2009 schied Wanjura mit der Wahl ihres Nachfolgers, dem bisherigen Bezirksstadtrat Frank Balzer, aus dem Amt aus. Zusammen mit dem Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz war sie die dienstälteste Berliner Bezirksbürgermeisterin (1995 bis 2009). Seit 2011 bilden CDU und Bündnis 90/Die Grünen eine Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung. [Bearbeiten] BezirksamtDas Bezirksamt setzt sich aktuell aus folgenden Stadträten zusammen:
[Bearbeiten] BezirksverordnetenversammlungDie Wahl der BVV 2011 brachte folgende Ergebnisse und Sitzverteilungen:
[Bearbeiten] GerichtszuständigkeitFür das allgemeine Zivilrecht des Bezirks Reinickendorf ist das Amtsgericht Wedding zuständig. [Bearbeiten] Partnerschaften[Bearbeiten] Partnerstädte /-bezirke /-kreise[Bearbeiten] International
[Bearbeiten] National
[Bearbeiten] Freundschaftliche Kontakte[Bearbeiten] International
[Bearbeiten] National
[Bearbeiten] Söhne und Töchter Reinickendorfs
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks[Bearbeiten] Einzelnachweise
Charlottenburg-Wilmersdorf | Friedrichshain-Kreuzberg | Lichtenberg | Marzahn-Hellersdorf | Mitte | Neukölln | Pankow | Reinickendorf | Spandau | Steglitz-Zehlendorf | Tempelhof-Schöneberg | Treptow-Köpenick Ortsteile Berlins im Bezirk Reinickendorf
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Erich Böhm (1945–1946) | Adolf Dünnebacke (1946–1960) | Heinz Gutsche (1960–1969) | Herbert Grigers (1970–1981) | Günter Birghan (1982–1983) | Detlef Orwat (1983–1989) | Detlef Dzembritzki (1990–1995) | Marlies Wanjura (1995–2009) | Frank Balzer (seit 2009) Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/22/12, 2:30 am |
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