Bezirk Reinickendorf
Wappen von Reinickendorf

Reinickendorf
Bezirk von Berlin

Bezirk Mitte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Bezirk Pankow Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk Spandau Bezirk Steglitz-Zehlendorf Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bezirk Neukölln Bezirk Treptow-Köpenick Bezirk Marzahn-Hellersdorf Bezirk Lichtenberg Bezirk Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Reinickendorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 34′ 0″ N, 13° 21′ 0″ O52.56666666666713.35Koordinaten: 52° 34′ 0″ N, 13° 21′ 0″ O.
Fläche 89,5 km²
Einwohner 243.854 (30. Nov. 2011)
Bevölkerungsdichte 2725 Einwohner/km²
Website BA Reinickendorf
Bezirksschlüssel 12
Politik
Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU)
Sitzverteilung (BVV)
CDU SPD Grüne Piraten
26 17 8 4
Sitzverteilung in der BVV

Reinickendorf ist der zwölfte[1] Verwaltungsbezirk von Berlin. Er wurde nach dem gleichnamigen Ortsteil benannt, der im Südosten des Bezirks liegt. In der Zeit nach 1945 gehörte in der „Vier-Mächte-Stadt“ Berlin der Bezirk Reinickendorf zum französischen Sektor von Berlin und damit bis zur Wiedervereinigung zu West-Berlin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Bezirk Reinickendorf befindet sich am nordwestlichen Rand Berlins. Die Nachbarbezirke sind im Südwesten Spandau, im Süden Charlottenburg-Wilmersdorf, im Südosten Mitte und im Osten Pankow. Der gesamte Norden grenzt an den brandenburgischen Landkreis Oberhavel.

Der Bezirk unterteilt sich in elf Ortsteile:

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Einwohner[2]
31. Dezember 2011
Einwohner
pro km²
Berlin Heiligensee Konradshöhe Frohnau Tegel Hermsdorf Waidmannslust Lübars Märkisches Viertel Borsigwalde Wittenau Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Reinickendorf
Über dieses Bild
1201 Reinickendorf 10,5 75.414 7.182
1202 Tegel 33,7 34.287 1.017
1203 Konradshöhe 2,2 5.939 2.700
1204 Heiligensee 10,7 17.587 1.644
1205 Frohnau 7,8 16.571 2.124
1206 Hermsdorf 6,1 16.113 2.641
1207 Waidmannslust 2,3 9.715 4.224
1208 Lübars 5,0 4.817 963
1209 Wittenau 6,4 etwa 20.500[3] rund 3.200
1210 Märkisches Viertel 3,2 35.230 11.009
1211 Borsigwalde 1,6 etwa 8.500[4] rund 5.310

[Bearbeiten] Stadtentwicklung

Der Bezirk Reinickendorf wurde 1920 aus den ehemaligen Bauerndörfern Reinickendorf, Wittenau, Tegel, Heiligensee, Hermsdorf und Lübars sowie drei Gutsbezirken gebildet.

Sein Charakter ist von Wäldern und Gewässern geprägt, seine südlichen Teile haben aber in der Bebauung viele Ähnlichkeiten mit dem angrenzenden Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte. Darüber hinaus liegt in Reinickendorf die zwischen 1929 und 1931 erbaute Siedlung Weiße Stadt und das Märkische Viertel, das von 1963 bis 1974 als Großbausiedlung geschaffen wurde und in dem heute über 30.000 Menschen wohnen. In den restlichen Ortsteilen herrscht Einzelhausbebauung vor, die in einigen Bereichen wie Hermsdorf und insbesondere Frohnau auch villenartigen Charakter annimmt. Reinickendorf verfügt mit dem Flughafen Berlin-Tegel über den einzigen sich in Betrieb befindlichen Flughafen auf Berliner Stadtgebiet.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Bevölkerungspyramide des Bezirks Reinickendorf 2010
Jahr Einwohner[5]
1925 105.467
1933 164.319
1939 200.531
1946 192.201
1950 205.930
1961 215.892
1970 238.736
1987 238.671
2000 245.644
2009 241.065

[Bearbeiten] Wappen

Wappen des Bezirks Reinickendorf

Auf dem Wappen des Bezirks Reinickendorf sieht man einen Rotfuchs, der auf einem goldenen Schrägbalken läuft; entgegen einer weit verbreiteten Annahme ist das kein Verweis auf das Fabeltier Reineke Fuchs, sondern er wurde aus dem alten Wappen des Dorfes Reinickendorf übernommen, dessen Name auf den Gründer, den niedersächsischen Reinhardt, zurückgeht. Auf beiden Seiten des Balkens sieht man jeweils drei goldene Ähren auf schwarzem Hintergrund, diese symbolisieren die sechs den Bezirk konstituierenden einstigen Bauerndörfer und heutigen Ortsteile, die im übrigen auch noch eigene Wappen führen.

Das heutige Wappen wurde dem Bezirk vom Berliner Senat am 28. November 1955 verliehen, dabei steht „in schwarzem Schild ein goldener Schrägbalken, belegt mit einem laufenden roten Fuchs und begleitet von sechs (3 : 3) goldenen Ähren. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit einem kleinen Berliner Wappenschild belegt ist.“[6] Die Mauerkrone wurde dem Wappen dabei am 1. Januar 2001 im Rahmen der Bezirksreform als verbindendes Element aller Berliner Bezirke hinzugefügt.

[Bearbeiten] Kommunalpolitik

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung
am 18. September 2011
(vorläufiges Ergebnis)
(Stimmen in %)[7]
 %
50
40
30
20
10
0
41,7
27,6
12,5
6,2
2,8
9,2
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2006[7]
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-0,1
-1,5
+4,9
+6,2
+0,2
-9,7

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 erstmals wieder seit der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 ein kommunales Parlament in Reinickendorf gewählt.

Aus der ersten Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ging die SPD als Wahlsieger mit der absoluten Mehrheit hervor. Ihren Höhepunkt erreichte sie bei der Wahl 1948 mit einem Wahlergebnis von 67,9 % der Stimmen – das höchste Wahlergebnis einer Partei in Reinickendorf seither. Die Mehrheit als stärkste Fraktion konnte sie sich durchgehend bis zur Wahl 1981 in der BVV erhalten.

Die Reinickendorfer CDU schaffte es dann 1981, sich die Mehrheit im Parlament zu sichern, 1985 und 1999 sogar die absolute Mehrheit.

1989 gelang es dem Sozialdemokraten Detlef Dzembritzki für sechs Jahre Bürgermeister zu werden. Bei der Wahl 1995 scheiterte er jedoch an der Christdemokratin Marlies Wanjura, die als erste Frau zur Bezirksbürgermeisterin Reinickendorfs in dieses Amt gewählt wurde. Mit ihr erzielte die CDU 1999 auch ihr höchstes Ergebnis von 56,5 % der abgegebenen Stimmen.

Am 30. September 2009 schied Wanjura mit der Wahl ihres Nachfolgers, dem bisherigen Bezirksstadtrat Frank Balzer, aus dem Amt aus.

Zusammen mit dem Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz war sie die dienstälteste Berliner Bezirksbürgermeisterin (1995 bis 2009).

Seit 2011 bilden CDU und Bündnis 90/Die Grünen eine Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung.

[Bearbeiten] Bezirksamt

Das Bezirksamt setzt sich aktuell aus folgenden Stadträten zusammen:

  • Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) – Ressort: Finanzen, Liegenschaften und Personal
  • Bezirksstadtrat und Stellvertretender Bürgermeister Andreas Höhne (SPD) – Ressort: Jugend und Familie und Soziales
  • Bezirksstadtrat Martin Lambert (CDU) – Ressort: Stadtentwicklung, Umwelt, Ordnung und Gewerbe
  • Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) – Ressort: Wirtschaft, Gesundheit und Bürgerdienste
  • Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) – Ressort: Schule, Bildung und Kultur

[Bearbeiten] Bezirksverordnetenversammlung

Rathaus Reinickendorf (Altbau, 2012)

Die Wahl der BVV 2011 brachte folgende Ergebnisse und Sitzverteilungen:

Partei Stimmenanteil
2011
Stimmenanteil
Veränderung zu 2006
Sitze
2011
Sitze
Veränderung
CDU 41,7 % −0,1 % 26
SPD 27,6 % −1,5 % 17 −1
Grüne 12,5 % +4,9 % 8 +4
Piraten 6,2 % +6,2 % 4 +4
Sonstige 9,2 % –9,7 % 0

[Bearbeiten] Gerichtszuständigkeit

Für das allgemeine Zivilrecht des Bezirks Reinickendorf ist das Amtsgericht Wedding zuständig.

[Bearbeiten] Partnerschaften

[Bearbeiten] Partnerstädte /-bezirke /-kreise

[Bearbeiten] International

Flag of France.svg Antony, Frankreich seit 1966
Flag of the United Kingdom.svg Royal Borough of Greenwich, England seit 1966
Flag of Israel.svg Kiryat-Ata, Israel seit 1976

[Bearbeiten] National

[Bearbeiten] Freundschaftliche Kontakte

[Bearbeiten] International

[Bearbeiten] National

[Bearbeiten] Söhne und Töchter Reinickendorfs

[Bearbeiten] Literatur

  • Michael Zaremba: Reinickendorf im Wandel der Geschichte. Bezirks-Chronik. Bebra, Berlin 1999, ISBN 3-930863-63-4.
  • Ralf Schmiedecke: Berlin-Reinickendorf. Sutton 2003, ISBN 978-3-89702-587-5 (Reihe Archivbilder).
  • Gerd Koischwitz; Wilhelm Möller oHG (Hrsg.): Sechs Dörfer in Sumpf und Sand – Geschichte des Bezirkes Reinickendorf von Berlin. Verlag „Der Nord-Berliner“, Berlin 1983.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Bezirk Reinickendorf – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Reinickendorf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  2. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2011, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 20. März 2012 (PDF-Datei).
  3. Wittenau hatte inklusive Borsigwalde 29.054 Einwohner. Borsigwalde hat etwa 8500.
  4. Eva Lindner: Freiheit für Borsigwalde. In: Berliner Morgenpost. vom 11. Dezember 2012.
  5. Statistische Jahrbücher von Berlin
  6. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen Reinickendorf
  7. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 21. September 2011

Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/22/12, 2:30 am

Bilder
  • Borsig - Tegel 002 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Borsig - Tegel 004 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 002 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 009 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 001 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 004 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 015 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 008 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 010 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 014 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 007 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 012 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 003 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 006 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 005 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 013 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Kaserne + TXL 011 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 017 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 013 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 004 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 002 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 001 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 003 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 031 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 028 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 011 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 020 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 016 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 024 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 007 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 023 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 030 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 005 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 025 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 026 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 029 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 019 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 027 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 015 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 014 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 021 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 022 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 009 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 010 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 034 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 032 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 006 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 008 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 018 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 012 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • NBE 2011 T-L 033 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • S-Bahn Lübars 005 by Berliner S-Bahn
  • S-Bahn Lübars 002 by Berliner S-Bahn
  • S-Bahn Lübars 001 by Berliner S-Bahn
  • S-Bahn Lübars 003 by Berliner S-Bahn
  • S-Bahn Lübars 004 by Berliner S-Bahn
  • Borsig - Tegel 005 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Borsig - Tegel 001 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Borsig - Tegel 003 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II
  • Tegel - Lübars 1991 -- 011 by Abandoned - Stillgelegt Berlin II

Quelle: Flickr.

Twitter
::
Ähnliche Videos

Quelle: Youtube.

Neueste Videos

Quelle: Youtube.