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Blaichach
Blaichach ist eine bayerische Gemeinde im Landkreis Oberallgäu in Deutschland.
[Bearbeiten] GeographieBlaichach liegt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu. Es grenzt im Osten an Burgberg, die Kreisstadt Sonthofen, Ofterschwang und Bolsterlang, im Südwesten an Balderschwang, im Westen an Oberstaufen sowie im Norden an Immenstadt. Im nordöstlichen Gemeindegebiet wird Blaichach von der Iller durchflossen. Blaichach ist Mitglied des deutsch-österreichischen Gemeinschaftprojekts Naturpark Nagelfluhkette. [Bearbeiten] OrtsteileEs existieren folgende Gemarkungen: Blaichach, Gunzesried. Zur Gemeinde Blaichach gehören die 13 Ortsteile Altmummen, Bihlerdorf, Ettensberg, Gunzesried, Gunzesrieder Säge, Halden, Hofen, Kapf, Kühberg, Reute, Schwanden, Seifriedsberg und Tanne. [Bearbeiten] GeschichteBlaichach wurde 1275 erstmals als Bilaicha erwähnt. Die Grafen von Montfort-Rothenfels bauten 1494 eine Zollbrücke über die Iller, womit die wichtige Salzstraße von Oberjoch nach Lindau direkt an Blaichach vorbeiführte. Blaichach war Bestandteil der Grafschaft Königsegg-Rothenfels, die 1804 an Österreich vertauscht wurde und im Frieden von Preßburg (1805) an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im Zweiten Weltkrieg bestand vom Juli 1944 bis Mai 1945 im Bereich des heutigen Bosch-Werks westlich der Sonthofener Straße ein Außenlager des KZ Dachau, in dem 730 Männer inhaftiert waren, die für die Bayerischen Motorenwerke (BMW) in der Rüstungsproduktion Zwangsarbeit verrichten mussten. Über den Gräbern von vier sowjetischen und einem niederländischen KZ-Opfer auf dem Friedhof erinnert ein Gedenkstein an das Geschehen.[2] 1972 wurde die Nachbargemeinde Gunzesried mit über 1.000 Einwohnern in die Gemeinde Blaichach eingegliedert. 1978 kam es zur Bildung der aus den Gemeinden Blaichach und Burgberg bestehenden Verwaltungsgemeinschaft Blaichach, die aber 1980 wieder aufgelöst wurde. 1990 bis 1996 wurde der Ortskern saniert, so erfolgte die Umgestaltung des Kirchplatzes, die Integration des alten Friedhofs in den Neuen Friedhof sowie der Bau einer Ortsumfahrung. [Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten] PolitikBürgermeister ist Otto Steiger (PW/FW). Weitere Sitzverteilung[3] im Rathaus:
[Bearbeiten] WappenDas seit 1966 geführte Wappen der Gemeinde Blaichach zeigt in Silber über zwei schräg gekreuzten grünen Eichenblättern eine dreilatzige rote Fahne, der nebeneinander drei schräg gestellte goldene Quadrate aufgelegt sind. Siehe auch → Liste der Wappen mit dem Emblem der Pfalzgrafen von Tübingen [Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 1.718 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 278 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2.028. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zehn, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 66 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.808 Hektar. Das Wirtschaftsforum Blaichach ist ein Zusammenschluss von Blaichacher Unternehmen. Es verfolgt verschiedene Ziele, um die Attraktivität der Gemeinde Blaichach zu steigern. [Bearbeiten] VerkehrDer Bahnhof Blaichach liegt an der Illertalbahn zwischen Kempten und Oberstdorf. Die 1901 erbaute Hohe Brücke über die Gunzesrieder Ach westlich des Ortsteils Gunzesried ist die älteste Stahlbetonbrücke Deutschlands. Sie wird gegen den Widerstand der Denkmalpflege derzeit durch einen Neubau ersetzt und bis Frühsommer 2011 abgebrochen. [Bearbeiten] BildungNeben einem Kindergarten unterhält die Gemeinde Blaichach eine Volksschule mit integrierter Grundschule und Mittelschule. Die Schüler der Mittelschule kommen hauptsächlich aus Blaichach und Gunzesried, aber auch aus der anliegenden Gemeinde Burgberg und teilweise aus Sonthofen. [Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Weblinks[Bearbeiten] Einzelnachweise
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