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Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Der Film Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1981. Das Filmdrama, zugleich eine Filmbiografie, erzählt aus dem Leben der drogenabhängigen Jugendlichen Christiane Felscherinow. Der Film entstand nach dem Buch Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, das mit Hilfe von Christiane F. nach Tonbandprotokollen und Recherchen von Kai Hermann und Horst Rieck 1978 veröffentlicht worden war.
[Bearbeiten] HandlungDer Film erzählt das Leben von Christiane Felscherinow aus Berlin-Gropiusstadt. Um 1974 kam sie über Freunde erstmals mit Drogen in Berührung. Sie erzählte ihrer Mutter, dass sie bei ihrer Freundin übernachten würde, geht aber fast jeden Abend in die Discothek „Sound“. Die beginnende Sucht ist schon bald nicht mehr zu kontrollieren, sodass Christiane, um ihren Drogenkonsum finanzieren zu können, schließlich im Alter von 14 Jahren beginnt, am Bahnhof Zoo der Prostitution nachzugehen. Ihr Freund Detlef, ebenfalls Strichjunge und wie sie heroinabhängig, kann sie davon nicht abhalten. Christianes Mutter weiß nichts von der Sucht der Tochter, bis es beinahe zu spät ist. Sie veranlasst, dass Christiane und Detlef zu Hause einen Entzug von der Droge machen. Allerdings verfallen beide bereits am ersten „cleanen“ Tag wieder ihrer Sucht. In der Folge wird es für Christiane immer schwerer, diese zu finanzieren, und sie prostituiert sich erneut. Detlef zieht, nachdem sich sein Mitbewohner den „Goldenen Schuss“ gesetzt hat, bei seinem Freier ein und trennt sich von Christiane. Als Christiane in der Zeitung liest, dass ihre beste Freundin Babsi, die einen Entzug machen wollte, im Alter von 14 Jahren an ihrer Drogensucht gestorben ist, ist sie entsetzt und beschließt, sich auch den „Goldenen Schuss“ zu setzen. Ihren Selbstmordversuch überlebt sie und wird von ihrer Mutter in ein Dorf in der Nähe von Hamburg zu ihrer Oma und Tante gebracht. Der Film endet mit ihrer Aussage, dass sie nun seit eineinhalb Jahren clean sei. Atze und Axel sind noch im selben Jahr an ihrer Drogensucht gestorben. Christiane macht sich Sorgen um Detlef und möchte ihm gerne etwas von ihrer Kraft abgeben. [Bearbeiten] HintergrundDer an Originalschauplätzen und zum Teil mit Laiendarstellern gedrehte Film ist eine Studie des Drogen- und Prostitutions-Milieus. Regisseur Uli Edel bekam Unterstützung von David Bowie, dessen Konzert in Berlin Christiane F. besucht hatte. Diese Szenen wurden extra für den Film nachgedreht und mit Archivaufnahmen gemischt. Bowies Lied “Heroes” ist, obwohl es nicht speziell für den Film geschrieben wurde, eng mit der „Christiane F.“-Thematik verknüpft. Die Vorlage zum Film bildete die Biographie Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, die mit Hilfe von Christiane F. nach Tonbandprotokollen und Recherchen der Stern-Mitarbeiter Kai Hermann und Horst Rieck 1977/78 entstanden war. Die Dreharbeiten des Films fanden von August bis November 1980 statt, die Uraufführung war am 2. April 1981. Die realistischen Darstellungen des „Fixens“, Christianes ungeschönt inszenierten Erlebnisse mit ihren Freiern und die in aller Offenheit gezeigten Szenen eines Cold Turkeys – in einer Szene muss Natja Brunckhorst als Christiane F. beispielsweise minutenlang an eine Wand erbrechen, in einer anderen fällt sie mit dem Kopf in eine von den Requisiteuren als völlig verdreckt hergerichtete Toilettenschüssel – „waren so noch nie im deutschen Kino gezeigt worden und schockierten eine ganze Elterngeneration.“[1] In Großbritannien und den USA wurde der Film für die alte VHS-Fassung sowie auch für sonstige öffentliche Vorführungen stark geschnitten (um rund vier Minuten), da einige Szenen jugendgefährdend seien. Somit wurde die neue und komplett ungekürzte DVD-Fassung in diesen beiden Staaten erst ab 18 Jahren freigegeben, während sie in Deutschland ab 16 Jahren erhältlich ist. [Bearbeiten] Kritiken
[Bearbeiten] Auszeichnungen1981 gewann der Film die Goldene Leinwand. Im selben Jahr wurde Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo beim World Film Festival in Montreal in der Kategorie Most Popular Film ausgezeichnet. [Bearbeiten] Siehe auch[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
Filme von Uli Edel
Das Ding | Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo | Letzte Ausfahrt Brooklyn | Body of Evidence | Rasputin | Der kleine Vampir | Die Nebel von Avalon | Julius Caesar | Der Ring der Nibelungen | Der Baader Meinhof Komplex | Zeiten ändern dich Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/22/12, 3:58 am |
Bilder
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