|
Hagen
Hagen ist eine kreisfreie Großstadt im südöstlichen Teil des Ruhrgebiets. Im Volksmund wird Hagen als „das Tor zum Sauerland“ bezeichnet, da dieses mit seinem Nordwestrand an Hagen grenzt. Hagen nimmt mit dieser Lage eine wichtige Scharnierfunktion zwischen dem Ruhrgebiet und Südwestfalen ein. Die Stadt ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Hagen ist Sitz der einzigen staatlichen Fernuniversität Deutschlands, von Amts-, Land- und Arbeitsgericht, sowie mehrerer überregionaler Institute, Behörden und Verwaltungsstellen.
[Bearbeiten] Geographie und Geologie[Bearbeiten] Allgemeine GeographieDie größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 17,1 und in West-Ost-Richtung 15,5 km. Die Stadtgrenze von 89,7 km setzt sich zusammen aus 3,3 km zu Dortmund, 9 km zum Kreis Unna, 56,6 km zum Ennepe-Ruhr-Kreis und 20,8 km zum Märkischen Kreis. Der Höhenunterschied vom tiefsten Punkt an der Ruhr bei Vorhalle (86 m ü. NN) zum höchsten Punkt östlich von Bölling (438 m ü. NN) 7°33'48" E, 51°17'30" N beträgt 352 m. Die Fläche von 160,36 km² ist in etwa so groß wie das Fürstentum Liechtenstein mit 160 km². 42 % des Hagener Stadtgebietes setzen sich aus Wald zusammen. Die vier Flüsse erstrecken sich in Hagen über eine Länge von 52,2 km: Ruhr 11,5 km, Lenne 13,1 km, Volme 21,3 km und Ennepe 6,3 km. Die größten Steigungen (über 20 %) innerhalb des Stadtgebietes:
[Bearbeiten] Geologie und PaläontologieDer Raum Hagen gilt seit dem frühen 19. Jahrhundert als eine klassische Fundregion der Paläontologie und Archäologie (hierzu siehe auch: Geschichte der Stadt Hagen). Im Stadtgebiet stehen verschiedene Gesteine und Ablagerungen vom Devon bis zum Karbon an. In Karsthöhlen und -spalten des Massenkalkes haben sich Meeres- und Landablagerungen aus der Kreidezeit und dem Tertiär sowie dem Holozän erhalten. Noch heute ist der Raum Hagen einer der weltweit wichtigsten Fundorte für Fossilien aus dem mittleren und oberen Devon und unteren Karbon. Zahlreiche bekannte Fundstellen, die noch in den 1980er Jahren zugänglich waren, wurden jedoch bis heute überbaut oder sind zugeschüttet worden. In Hagen-Ambrock im Volmetal wurden Reste von Landpflanzen aus dem mittleren Devon entdeckt. Der breite Massenkalkzug mit Dolomit – Reste eines devonischen Korallenriffs – zwischen Schwelm und Balve führte seit dem frühen 19. Jahrhundert zu einem intensiven Abbau in Steinbrüchen. Die frühere Ziegeleigrube Hagen-Vorhalle ist der weltweit wichtigste Fundort von 319 Millionen Jahre alten Insekten und anderen Fossilien, darunter frühe Großlibellen mit Flügelspannweiten von 40 cm, ausgestorbenen Urnetzflüglern und riesigen Hundert- und Tausendfüßern, aus dem flözleeren Oberkarbon. Der Steinbruch Hagen-Vorhalle stellt ein bedeutendes Geotop dar, das Weltgeltung für die paläontologische Forschung hat. Wesentliche Funde aus dem Steinbruch sowie aus der gesamten Region sind im Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen zu sehen. Aber auch andere Fossilienfundstellen mit Tier- und Pflanzenresten aus dem Paläozoikum bis zum Mesozoikum lieferten wichtige Beiträge zur geowissenschaftlichen Forschung. In der Umgebung von Hagen fanden sich z. B. die Knochen von Landsauriern und frühen Säugetieren sowie Pflanzen aus der unteren Kreidezeit. Auf den Hochflächen von Emst, Dahl und Hohenlimburg haben sich Ablagerungen von frühen Flussterrassen der Lenne und Ruhr aus dem Tertiär erhalten. In Spaltenfüllungen des Massenkalkes bei Emst und Hohenlimburg fanden sich Haizähne, Landschnecken und Knochen von Säuge- und Meerestieren aus dem Tertiär. In einem Seitental der Lenne bei Holthausen wurden in der „Blätterhöhle“ Überreste von Steinzeitmenschen entdeckt. Mit einem Alter von über 10.700 Jahren stammen sie aus dem frühen Mesolithikum und sind die bisher ältesten Nachweise für anatomisch moderne Menschen in Deutschland. [Bearbeiten] Klima
[Bearbeiten] StadtgliederungIn den dichtbesiedelten Tälern von Volme und Ennepe sowie im Vorhaller Norden entspricht das gewachsene Stadtbild der typischen Baugestalt der Ruhrgebietsstädte. Topografisch ist Hagen mit den südlichen Stadtteilen von Bochum, Essen und Mülheim vergleichbar. In den nach der Gebietsreform 1975 angegliederten südlichen Stadtgebieten, welche nur dünn besiedelt sind, zeigt sich ein Landschaftsbild, das eher sauerländisch anmutet – mit Bergen, Seen und Wäldern. Hagen gliedert sich in fünf Stadtbezirke mit insgesamt 195.853 Einwohnern (Dezember 2007)[2].
[Bearbeiten] GeschichteHauptartikel: Geschichte der Stadt Hagen [Bearbeiten] MittelalterIn der Geschichtsschreibung taucht der Raum Hagen erstmals in den „Annales Laureshamenses“ (Lorscher Annalen) auf, als im Jahr 775 die nahe der Hagener Stadtgrenze zu Dortmund über der Ruhr-Lennemündung gelegene „sächsische“ Hohensyburg (Sigiburg) durch Truppen Kaiser Karl des Großen erobert wurde. Dorf und Kirchspiel Hagen waren im Mittelalter relativ unbedeutend und standen politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich weit hinter den märkischen Stadtgründungen im Umland zurück, vor allem Iserlohn sowie der benachbarten Grafschaft Limburg. [Bearbeiten] Frühe NeuzeitErst durch die Gründung einer Klingenschmiedsiedlung (Lange Riege) in Hagen-Eilpe (1661) und mehrerer mit Wasserkraft betriebener Hammerwerke und Schmieden entlang der Ennepe erlangte Hagen im 18. Jahrhundert eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung. Ein Brand zerstörte 1724 einen Großteil der Gebäude der Stadt. Mit Hilfe der preußischen Staatsverwaltung wurde Hagen wiederaufgebaut und zum 3. September 1746 wurde eine Änderung im Steuerrecht verfügt, die Historiker im Nachhinein als Verleihung der Stadtrechte ansehen (ein genaues Datum, vom welchem Zeitpunkt an Hagen offiziell als "Stadt" bezeichnet werden muss, hat die Forschung bisher nicht gefunden). Seit 1817 ist Hagen Sitz eines Amtes und eines Kreises innerhalb des Regierungsbezirks Arnsberg. 1837 wurden die revidierte Städteordnung und ein Magistrat eingeführt. Im Zuge der Industrialisierung wurde Hagen 1848 an das Bergisch-Märkische Eisenbahnnetz angeschlossen und entwickelte sich zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Um 1865 hatte Hagen die von ihrer Bevölkerung und Wirtschaftskraft bisher in Südwestfalen führende Stadt Iserlohn überholt und stellte mit dieser seit der Mitte des 19. Jahrhunderts den kulturellen, verwaltungsrelevanten und wirtschaftlichen Mittelpunkt der südlichen Grafschaft Mark dar. [Bearbeiten] Deutsches ReichWährend der Kaiserzeit 1871–1914 erlebte Hagen eine Blütezeit. Durch die Urbanisierung und Industrialisierung entwickelte sich die Stadt zum Oberzentrum für die gesamte Region südlich der Ruhr. Im Jahr 1887 schied Hagen verwaltungsrechtlich aus dem Kreis Hagen aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Der Bankier und Mäzen Karl Ernst Osthaus holte in den Jahren nach der Jahrhundertwende viele später bedeutende Architekten (u. a. Henry van de Velde, Peter Behrens, Walter Gropius) und Künstler in die Stadt, welche den Ruf von Hagen als Bindeglied zwischen Jugendstil und Moderne („Hagener Impuls“) begründeten. Zentrum dieser Initiative waren das Folkwang-Museum und die rudimentär ausgeführte Gartenstadt Hohenhagen. Begünstigt durch Hagens Stellung als Eisenbahnverkehrsknotenpunkt errichtete Peter Klöckner in der damals noch selbstständigen Nachbarstadt Haspe ein großes Hochofen- und Stahlwerk, die „Hasper Hütte“. Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1928 die 100.000-Grenze und machte Hagen damit zur Großstadt. Durch weitere Eingemeindungen stieg diese bis 1939 auf rund 150.000 Einwohner an. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde die Hagener Innenstadt durch mehrere Bombenangriffe nahezu vollständig zerstört, sodass nur noch die angrenzenden Stadtteile den gründerzeitlichen Baucharakter der Stadt wiedergeben. Die architekturgeschichtlich interessanten Gebäude des „Hagener Impulses“ blieben aufgrund ihrer innenstadtfernen Lage weitgehend erhalten. [Bearbeiten] NachkriegszeitIn den 1950er und 1960er Jahren erlebte Hagen ein weiteres stürmisches Wachstum und dehnte sich überwiegend in die flachere, nördliche Ebene aus. Das heutige Stadtzentrum liegt somit südlich der hauptsächlichen Wohnbebauung. Fortschrittsglaube und zunehmende Motorisierung ließen abgesehen vom beibehaltenen historischen Straßengrundriss auch die letzten Reste der historischen Innenstadt verschwinden. Die Pläne einer vollkommen autogerechten Großstadt, welche den Autoverkehr mittels aufgeständerten Hochstraßen in die Stadt führen sollten, konnten aus Geldmangel nur rudimentär verwirklicht werden. Ein Zeuge dieser Jahrzehnte ist heute noch die Altenhagener Brücke, welche in der Nähe des Hauptbahnhofes an der letzten innerstädtischen Altbauzeile den Mietern der Obergeschosse die Sicht nimmt. Eine weitere Hochstraße ist die 1740 Meter lange Volmetalbrücke in Eilpe. Dem Straßenausbau fielen nicht nur zahlreiche Gebäude, sondern 1976 auch der moderne Straßenbahnbetrieb zum Opfer. [Bearbeiten] Spätes 20. JahrhundertAnfang der 1970er Jahre begann im Zuge der Stahlkrise in Hagen der Niedergang der Schwerindustrie. Die Klöckner-Hütte wurde zwischen 1972 und 1982 vollständig stillgelegt, die Gussstahlwerke Wittmann gingen in die Insolvenz und zwei von drei Werken der Stahlwerke Südwestfalen wurden geschlossen. Weitere Arbeitsplatzverluste betrafen die ehemals starke Nahrungsmittelindustrie mit den Brauereien Bettermann und Andreas, den Süßwarenherstellern Villosa und Grothe und dem Produktionsbetrieb von Zwieback Brandt. In den 1980er Jahren konnten die enormen Arbeitsplatzverluste zum Teil durch die Industrialisierung des Lennetals aufgefangen werden. Letzteres war ausschlaggebend für den Wunsch zur Eingemeindung der Stadt Hohenlimburg, deren Kaltwalzindustrie stabil war oder sogar noch Arbeitsplatzzuwachs erbrachte. Der östliche Teil des Stadtgebiets erstreckt sich eben darum seit dem 1. Januar 1975 auf das Territorium der früheren Grafschaft Limburg und der bis dahin selbständigen sauerländischen Stadt Hohenlimburg.[3] Bereits am 1. Januar 1970 war Hagen um Waldbauer vergrößert worden.[4] Jedoch wurde diese Eingemeindung nach einem Gerichtsurteil am 18. Dezember 1970 aufgehoben. Waldbauer wurde wieder selbstständig. In den 1980er Jahren konnte sich Hagen gegenüber den nördlichen Nachbarn Dortmund, Witten und Bochum wirtschaftlich gut behaupten, und bis heute liegt die mittlere Arbeitslosenquote etwa 3 % unter dem mittleren Ruhrgebietsdurchschnitt. Anfang der 1980er Jahre machte Hagen als „Liverpool der Neuen Deutschen Welle“ von sich reden, da viele bekannte Musiker und Bands der besagten Musikrichtung, unter anderem Nena, Extrabreit und die Schwestern Annette und Inga Humpe, hier ihre Wurzeln hatten. Die durch den raschen Wiederaufbau nach Kriegsende entstandenen Bausünden werden seit den 1990er Jahren zu beheben versucht, unter anderem durch die Volmegalerie, die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und den Neubau des Rathausverwaltungstraktes. Wirtschaftlich geriet Hagen durch die zunehmende Globalisierung erneut unter Druck und es begann eine weitere Deindustrialisierungswelle im Stahlbereich, welche exemplarisch im fast vollständigen Verschwinden der Betriebe im Hohenlimburger Nahmertal zu besichtigen ist. Parallel dazu kämpft Hagen seit einigen Jahren weiter mit einem Bevölkerungsschwund. Der Schuldenstand lag im September 2007 bei 800 Mio. €. [Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Für detaillierte Einwohnerzahlen siehe Einwohnerentwicklung von Hagen Hagen ist im Jahre 1928 zur Großstadt geworden, als die Bevölkerungszahl die 100.000-Marke überschritten hatte, im Jahr 1964 wurde die 200.000-Grenze überschritten. Die höchste Einwohnerzahl hatte die Stadt nach der Neugliederung 1975 mit 231.840 Einwohnern. Ab Dezember 2005 unterschreitet die Stadt (lt. Angaben der Stadtverwaltung) dauerhaft die Zahl von 200.000 Einwohnern, während das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen zu diesem Zeitpunkt bereits von nur 196.934 Einwohnern ausging. In der Größen-Rangliste der Großstädte in Deutschland steht Hagen an 41. Stelle hinter Kassel und vor Hamm. [Bearbeiten] Politik[Bearbeiten] Oberbürgermeister
Seit 1996 ist der Oberbürgermeister wieder der hauptamtliche Leiter der Verwaltung. [Bearbeiten] Stadtrat→ Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Hagen Der Stadtrat wurde am 30. August 2009 zuletzt neu gewählt. Die Wahl führte zu folgender Sitzverteilung
* Am 17. Januar 2010 wechselte der für die Republikaner in den Rat gewählte Wolfgang Schulz seine Parteimitgliedschaft. [Bearbeiten] Stadtwappen und StadtnameDas Hagener Stadtwappen ziert eine stilisierte Eiche auf blauem Grund. Die Hagener Eiche verfügt über 11 Blätter an insgesamt 5 Zweigen. Hiermit sind die 11 Stadtteile Hagens (Mitte, Altenhagen, Boele, Emst, Dahl, Wehringhausen, Vorhalle, Eilpe, Haspe und das Hochschulviertel) und die 5 Flüsse, die durch Hagen führen (Ruhr, Lenne, Volme, Ennepe, Hasperbach), symbolisiert. Der Ursprung des Namens Hagen ist nicht genau bekannt. Der Flurname Hagen bezeichnete im ausgehenden Mittelalter einen niedrigen Erdwall mit Pfählen, oft durch Weidengeflecht verbunden, um ein Gehöft vor Eindringlingen zu schützen und das Fortlaufen des Viehs zu verhindern. Manchmal trat an Stelle der Pfähle lebendes Buschwerk, der Hagedorn mit der Hagerose und den Hagebutten. Hier in seinem Hagen saß der Bauer geschützt und sicher, es war ihm behaglich. Er hegte seinen Besitz, und wer ihm ins Gehege kam, dem konnte leicht unbehaglich werden. Diese Deutung des Namensursprungs ist jedoch nicht wissenschaftlich abgesichert und wird von seriösen Historikern sehr kritisch gesehen. Einige Wissenschaftler vertreten auch die These, dass sich der Name Hagen von Hafen ableitet (siehe auch Kopenhagen, in der Landessprache København). Als Indiz dafür wird die Lage der Stadt an vier Flüssen gesehen. [Bearbeiten] Städtepartnerschaften
[Bearbeiten] Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten] WirtschaftEinst prägte Schwerindustrie die Stadt, doch diese ist in Hagen nicht mehr beheimatet. Wirtschaftlich wird die Stadt heute von metallverarbeitender Klein- und mittelständischer Industrie, sowie zunehmend vom Dienstleistungsgewerbe geprägt. Bekannte Unternehmen, wie Varta (bis Jahr 2000, seitdem Hawker-Batteries/EnerSys), die Douglas Holding, Nordwest Handel, Westfalia, Christ, Hussel, Stora Enso, C.D. Wälzholz, SinnLeffers und Brandt (seit Jahr 2002 Produktion ausschließlich im thüringischen Ohrdruf) haben ihren Unternehmenssitz in der Stadt. Die Sparkasse Hagen und die Märkische Bank haben ihren Sitz in Hagen. Die Arbeitslosenquote lag im August 2010 bei 11,4 %.[5] Die 1843 in Hagen (Westf.) gegründete Südwestfälische Industrie- und Handelskammer ist neben dem südöstlichen Ruhrgebiet (Stadt Hagen, Ennepe-Ruhr-Kreis) auch für den Märkischen Kreis zuständig. Mit zahlreichen Verbänden, Vereinen, vielen Kultur- und Freizeitangeboten sowie ausgeprägten Einkaufsmöglichkeiten ist Hagen als Oberzentrum eingestuft und konkurriert mit größeren Städten aus der Nachbarschaft wie Dortmund, Bochum oder Wuppertal. Für Ansiedlungen des Einzelhandels wurde vor einigen Jahren die Volmegalerie mit über 60 Geschäften eröffnet. Um die Belange der Wirtschaft in der Kommune kümmert sich das Servicezentrum Wirtschaft (SZW), eine Stabstelle des Oberbürgermeisters. [Bearbeiten] VerkehrDas Schienennetz in Hagen ist an das ICE-Netz angeschlossen – vom Hagener Hauptbahnhof verkehren regelmäßig Fernzüge, national wie international. Hagen ist außerdem Schnittstelle wichtiger Autobahnverbindungen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. Schienen- und Busverkehr
Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes
Seit 1848 ist Hagen ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt in Deutschland. Der Hauptbahnhof ist ein wichtiger Fern-, Regional- und S-Bahnhof im südöstlichen Ruhrgebiet. Im Güterverkehr zählt der Bahnhof Hagen-Vorhalle zu den größten Rangierbahnhöfen in Deutschland. Hagen kann als Eisenbahnstadt bezeichnet werden; aufgrund der zahlreichen Montanunternehmen konnte in fast jedem Ortsteil Hagens ein eigener Bahnhof erhalten bleiben. Die sich heute noch in Betrieb befindenden Bahnhöfe in Hagen sind: Hagen Hauptbahnhof (alle Züge), Hagen-Vorhalle, Hagen-Wehringhausen, Hagen-Heubing und Hagen-Westerbauer (S 5 bzw. S 8), Hagen-Oberhagen, Dahl und Rummenohl (Volmetalbahn); und Hohenlimburg (Ruhr-Sieg-Express bzw. -Bahn). Im Schienenpersonenfern- und nahverkehr verkehren eine Reihe von Fern-, RegionalExpress- und S-Bahn-Linien. Hervorzuheben sind hier die ICE-Verbindungen nach Berlin und Basel, die RegionalExpress-Linien nach Kassel, Aachen, Siegen und Venlo. Den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) betreiben die DB Regio NRW GmbH, die Abellio Rail NRW GmbH und die Eurobahn. Siehe auch: S-Bahn Rhein-Ruhr Im Straßenpersonennahverkehr verfügt Hagen über ein ausgedehntes Netz von 41 Städteschnellbus- und Stadtbuslinien. Es bestehen u.a. Verbindungen nach Dortmund, Witten, Schwerte und Gevelsberg. Der Hagener Stadtteil Haspe war Ausgangspunkt der Kleinbahn Haspe–Voerde–Breckerfeld, die während ihres Betriebes als Straßenbahn durch das städtische Nahverkehrsunternehmen Hagener Straßenbahn AG zu den schönsten Straßenbahnstrecken Deutschlands gezählt wurde. 1973 wurde in Hagen das Konzept des Kabinentaxis erprobt. Es bestanden Planungen, die Volmetalbahn von Dortmund über Hagen nach Lüdenscheid als Stadtbahn umzusetzen. Die Stadtbahn sollte direkt vom Dortmunder Stadtzentrum über das Hagener Stadtzentrum bis in die Innenstadt von Lüdenscheid geführt werden. 1997 wurde dazu ein Konzept zur Regionalstadtbahn Hagen vorgestellt, was trotz des verkehrlichen Nutzens aus Kostengründen abgelehnt wurde. Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. Weitere Übergangstarife gelten zu den benachbarten Verbünden. Straßennetz Auf dem Hagener Stadtgebiet verlaufen Autobahnen mit einer Gesamtlänge von 32,7 km. A 1/E 37 (Hansalinie) 10,7 km, A 45/E 41 (Sauerlandlinie) 14,8 km, A 46 7,2 km. Hagen besitzt die folgenden Autobahnanschlussstellen: Hagen-Nord, Hagen-West (A1); Hagen-Süd (A45); Hagen-Hohenlimburg, Hagen-Elsey (A46). Durch das Hagener Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B7, B54 und B226 mit einer Gesamtstrecke von 41,0 km. Flugverkehr Hagens Flugplatz (Sonderlandeplatz) mit der ICAO ED6015 und der Geographischen Lage 51° 18′ 24″ N, 7° 25′ 29″ O51.3066666666677.4247222222222 bei Hof Wahl (bestehend aus einer grünen Wiese) liegt circa 1,5 km nordöstlich der Hasper Talsperre, eingebettet in eine idyllische Waldlandschaft. Landegenehmigungen für Nichtvereinsmitglieder werden dort nicht erteilt. Pläne für einen Verkehrsflughafen in Hagen-Emst wurden von der Stadtverwaltung bereits in den 1930er Jahren aufgegeben. [Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten] Bildung und Forschung
Zentralplastik des Planetenmodells im Volkspark
Die Stadt beherbergt die FernUniversität in Hagen, mit derzeit über 75.000 Studenten (Stand: April 2011) [6] die größte Universität in Deutschland mit den Fakultäten Kultur- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Informatik (mit einem Bereich für Elektro- und Informationstechnik), Rechtswissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaft. Hagen ist Standort der Fachhochschule Südwestfalen (Hauptsitz ist in Iserlohn) und die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Studienort Hagen der Abteilung Gelsenkirchen. In Hagen sind alle Schulformen vorhanden. Hagen verfügt über eine breit gefächerte Weiterbildungslandschaft, u.a. die städtische Volkshochschule Hagen und das Rahel-Varnhagen-Kolleg. Außerdem ist mit dem Haus Busch ein bundesweit tätiges Aus- und Weiterbildungszentrum für Journalisten ansässig. Hier lassen sich Journalisten aus dem ganzen Bundesgebiet aus- und weiterbilden. Das Historische Centrum Hagen betreibt Forschungen im Bereich der Geschichte und Archäologie. Es ist in internationale Forschungsnetze integriert und betreibt zwei überregional bekannte Museen für Stadt- und Regionalgeschichte sowie für Archäologie und Paläontologie. Dennoch belegt Hagen in Sachen Wissenschaft nach dem jährlichen Städteranking der WirtschaftsWoche nur hinterste Plätze: Mit 0,4 Forschern und Entwicklern je 1.000 Einwohner und 1,4 Prozent Ingenieursdichte liegt die Stadt weit unter dem Durchschnitt deutscher Großstädte. Die Volkssternwarte Hagen am Eugen-Richter-Turm ist eine ehrenamtlich betriebene Institution, die 1955 gegründet wurde. Regelmäßige Öffnungszeiten geben den Hagener Bürgern Gelegenheit, sich über volkstümliche Astronomie und Meteorologie zu informieren. Das Hagener Planetenmodell stellt unser Sonnensystem in Form von Bronzeplatten dar, die im Hagener Stadtgebiet, vornehmlich in der Innenstadt, maßstabsgetreu verteilt sind. Die Kugel des Rathausturms repräsentiert die Sonne als Modell-Mittelpunkt. Der Betrachter erhält damit eine Vorstellung von Aufbau und Größe unseres Planetensystems. Die Idee zum Modell wurde 1959 publiziert, realisiert wurde es größtenteils zwischen 1960 und 1975 und kann als Denkmal für die damalige Raumfahrt-Epoche angesehen werden. [Bearbeiten] MedienÜber das regionale Geschehen berichten in Hagen zwei Tageszeitungen: Die Westfalenpost und die Westfälische Rundschau (beide dem WAZ-Konzern zugehörig) sind mit einer Lokalausgabe vertreten. Mit 107.7 Radio Hagen verfügt die Stadt über einen eigenen Hörfunk-Lokalsender. Zweimal wöchentlich erscheinen jeweils die kostenlosen Anzeigenblätter Wochenkurier und Stadtanzeiger, außerdem einmal monatlich die Kulturmagazine HaKen und Courage. [Bearbeiten] Kirchen und religiöse Gemeinschaften[Bearbeiten] Alt-Katholische Pfarrgemeinde
[Bearbeiten] Evangelische Freikirchen
[Bearbeiten] Evangelische Kirchengemeinden
[Bearbeiten] Gemeinden der Zeugen Jehovas
[Bearbeiten] Römisch-Katholische Pfarrgemeinden
[Bearbeiten] Islamische Gemeinden
[Bearbeiten] Jüdische Gemeinde Hagen
[Bearbeiten] Kultur und FreizeitKulturell zählt Hagen zu den wichtigen Zentren in NRW. Neben dem bekannten Karl-Ernst-Osthaus-Museum und dem Historischen Centrum Hagen befindet sich in der Stadt das LWL-Freilichtmuseum Hagen und das Museum für Ur- und Frühgeschichte. Im August 2009 erfolgte die Eröffnung des Emil-Schumacher-Museums. Die lange geplante Anlage eines großen „Evolutionsparks“ mit Freilichtmuseum und Freizeitpark am Harkort- und Hengsteysee wurde im Herbst 2007 aufgegeben. [Bearbeiten] Öffentliche KultureinrichtungenAls Oberzentrum besitzt Hagen eine Anzahl von bundesweit bedeutenden Kultureinrichtungen, die auch teilweise international ausstrahlen:
[Bearbeiten] Sonstige Kultureinrichtungen
[Bearbeiten] Bauwerke und NaturdenkmälerAlle Baudenkmäler sind in der Liste der Baudenkmäler in Hagen aufgeführt. In Hagen sind zahlreiche Natur- und Bodendenkmäler sowie historische Baudenkmäler vorhanden (seit dem Mittelalter):
Siehe auch: gesprengtes Sparkassenhochhaus „Langer Oskar“ [Bearbeiten] ParksHagen ist eingebettet in eine waldreiche Mittelgebirgslandschaft, daneben gibt es im innerstädtischen Bereich den Volkspark und den Dr.-Ferdinand-David-Park im Stadtzentrum sowie den Stadtgarten innenstadtnah oberhalb des Fichte-Gymnasiums. Ein kleinerer Park im oberen Altenhagener Bereich ist der Funckepark, der nach der Hagener Industriellenfamilie Funcke benannt ist, aus der auch die FDP-Politiker Oscar und Liselotte Funcke stammen. Nicht zu vergessen sind auch die großzügigen parkähnlichen Anlagen rund um den Ischelandbereich, die unter anderem zu einem der Freibäder und zu mehreren Kleingartenanlagen führen, sowie der Lennepark im Stadtbezirk Hohenlimburg (zwischen Kanuslalomstrecke Hohenlimburg und Hallenbad Hohenlimburg). [Bearbeiten] SportWie in jeder Großstadt gibt es auch in Hagen eine Vielzahl von Sportvereinen. Organisiert sind die Sportvereine im Stadtsportbund Hagen und im Verband für Sport in Hohenlimburg. Insgesamt werden die Interessen von rund 240 Vereinen mit 46.000 Mitgliedern vertreten. Die Sportjugend im Stadtsportbund Hagen hat bisher dreimal die Ruhrolympiade ausgerichtet. Hagen ist Sitz des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Bundesweit bekannt wurden der SSV Hagen, der u.a. 1974 Deutscher Basketballmeister und 1975 deutscher Pokalsieger war, sowie der zeitweise in der Ersten Liga vertretene, aber mittlerweile aufgelöste Verein Brandt Hagen, Gründungsmitglied der Basketball-Bundesliga und deutscher Pokalsieger 1994. Der TSV Hagen 1860 spielt als „Phoenix Ladies“ derzeit in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga, Phoenix Hagen (Lizenzgeber ist die BG Hagen) in der 1. Herren-Basketball-Bundesliga. Die BG Hagen (DEK/Fichte Hagen) ist in der 1. und 2. Basketball-Regionalliga West vertreten, der SV Hagen-Haspe 70 in der 2. Regionalliga West. Die meisten auch international bedeutenden Erfolge sind für Hagen im Faustball zu verzeichnen: Der TSV Hagen 1860 wurde im Felde zehn mal Deutscher Meister, sieben mal Europapokalsieger, drei mal Weltpokalsieger, sowie in der Halle sieben mal Deutscher Meister und 12 mal Europapokalsieger in Serie. Im Wasserball spielt der Hohenlimburger SV in der Frauen-Bundesliga (mehrfache Deutsche Wasserball-Meisterinnen). Der SSV Union Hagen war Ende der 1980er Jahre mit der Damenmannschaft in der 2. Tischtennis-Bundesliga vertreten. Das Tri-Team-Hagen ist in der 2. Triathlon-Bundesliga aktiv. Im Fußball sind drei Vereine in der Landesliga (Gruppe 2) vertreten: Hasper SV, SV Hohenlimburg 1910 und die Spvg Hagen 1911. Hagen verfügt über insgesamt 31 Fußballplätze (vier Natur- und fünf Kunstrasenplätze sowie 22 Aschenplätze). Die größten mit Oberfläche und einer ungefähren Kapazitätsangabe sind:
Im Motorsport beherbergt Hagen mit dem Hagener-Automobil-Club 1905 e.V. im ADAC (HAC) einen der traditionsreichsten Vereine Deutschlands der heute von Kartsport seiner Jugendgruppe über Automobil-Slalom bis Oldtimer-Aktivitäten betreibt. Überregional bedeutend sind des Weiteren:
[Bearbeiten] Freizeit
[Bearbeiten] Persönlichkeiten[Bearbeiten] Ehrenbürger
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten] Politik und Wirtschaft
[Bearbeiten] Kunst, Musik und Philosophie
[Bearbeiten] Wissenschaft, Technik und Forschung
[Bearbeiten] Sport
[Bearbeiten] Sonstiges
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
Aachen (eingeschränkt kreisfreie Stadt) | Aachen (Städteregion) | Bielefeld | Bochum | Bonn | Borken | Bottrop | Coesfeld | Dortmund | Duisburg | Düren | Düsseldorf | Ennepe-Ruhr-Kreis | Essen | Euskirchen | Gelsenkirchen | Gütersloh | Hagen | Hamm | Heinsberg | Herford | Herne | Hochsauerlandkreis | Höxter | Kleve | Köln | Krefeld | Leverkusen | Lippe | Märkischer Kreis | Mettmann | Minden-Lübbecke | Mönchengladbach | Mülheim an der Ruhr | Münster | Oberbergischer Kreis | Oberhausen | Olpe | Paderborn | Recklinghausen | Remscheid | Rhein-Erft-Kreis | Rheinisch-Bergischer Kreis | Rhein-Kreis Neuss | Rhein-Sieg-Kreis | Siegen-Wittgenstein | Soest | Solingen | Steinfurt | Unna | Viersen | Warendorf | Wesel | Wuppertal Kreise und Stadtkreise in der ehemaligen preußischen Provinz Westfalen
Kreise: Ahaus | Altena | Arnsberg | Beckum | Bielefeld | Bilstein | Bochum | Borken | Brakel | Brilon | Bünde | Büren | Coesfeld | Dortmund | Ennepe-Ruhr-Kreis | Eslohe | Gelsenkirchen | Hagen | Halle | Hamm | Hattingen | Herford | Hörde | Höxter | Iserlohn | Lippstadt | Lübbecke | Lüdinghausen | Medebach | Meschede | Minden | Münster | Olpe | Paderborn | Rahden | Recklinghausen | Schwelm | Siegen | Soest | Steinfurt | Tecklenburg | Unna | Warburg | Warendorf | Wiedenbrück | Wittgenstein Stadtkreise: Bielefeld | Bocholt | Bochum | Bottrop | Buer | Castrop-Rauxel | Dortmund | Gelsenkirchen | Gelsenkirchen-Buer | Gladbeck | Hagen | Hamm | Herford | Herne | Hörde | Iserlohn | Lüdenscheid | Lünen | Minden | Münster | Osterfeld | Recklinghausen | Siegen | Wanne-Eickel | Wattenscheid | Witten über 1.000.000 Einwohner: Berlin | Hamburg | Köln | München über 500.000 Einwohner: Bremen | Dortmund | Dresden | Düsseldorf | Essen | Frankfurt am Main | Hannover | Leipzig | Nürnberg | Stuttgart über 250.000 Einwohner: Aachen | Augsburg | Bielefeld | Bochum | Bonn | Duisburg | Gelsenkirchen | Karlsruhe | Mannheim | Mönchengladbach | Münster | Wiesbaden | Wuppertal über 100.000 Einwohner: Bergisch Gladbach | Bottrop | Braunschweig | Bremerhaven | Chemnitz | Cottbus | Darmstadt | Erfurt | Erlangen | Freiburg im Breisgau | Fürth | Göttingen | Hagen | Halle (Saale) | Hamm | Heidelberg | Heilbronn | Herne | Hildesheim | Ingolstadt | Jena | Kassel | Kiel | Koblenz | Krefeld | Leverkusen | Lübeck | Ludwigshafen am Rhein | Magdeburg | Mainz | Moers | Mülheim an der Ruhr | Neuss | Oberhausen | Offenbach am Main | Oldenburg | Osnabrück | Paderborn | Pforzheim | Potsdam | Recklinghausen | Regensburg | Remscheid | Reutlingen | Rostock | Saarbrücken | Salzgitter | Siegen | Solingen | Trier | Ulm | Wolfsburg | Würzburg Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/23/12, 3:26 pm |
Bilder
Quelle: Flickr. Twitter
::
Ähnliche Videos
Quelle: Youtube. Neueste Videos
Quelle: Youtube. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||






























































