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Husqvarna Motorcycles
Husqvarna Motorcycles ist ein Hersteller geländegängiger Motorräder. Die Marke war ursprünglich ein Produktionszweig des schwedischen Husqvarna-Konzerns. Heute ist sie ein Tochterunternehmen der BMW AG mit Sitz im oberitalienischen Varese.
[Bearbeiten] Geschichte
Husqvarna-Rennmaschine von 1935 im Zweirad-Museum Neckarsulm
Husqvarna ist nach Royal Enfield und noch vor Harley-Davidson die zweitälteste ununterbrochen Motorräder produzierende Marke der Welt. 1903 wurde, drei Monate vor Harley-Davidson, das erste Motorrad gefertigt. Dazu wurde ein Husqvarna-Fahrrad mit einem zugekauften 1,5 PS starken Einzylindermotor versehen. Das Fabrikmuseum besitzt noch eine Maschine von 1911. Husqvarna engagierte sich früh im Geländemotorsport und errang beim Novemberkåsan 1916 den ersten Sieg der Firmengeschichte. 1921 wurde das erste Modell, ein Motorrad mit 550-cm³-Zweizylindermotor, komplett aus Eigenproduktion angeboten. Einzylindermotoren wurden noch bis Mitte der 1930er Jahre von J.A.P. und Sturmey-Archer bezogen. In den 1930er Jahren sorgte eine nur 127 kg schwere, von Folke Mannerstedt entwickelte 500er-V2-OHV-Viertakt-Rennmaschine[1] für Aufsehen, mit der der Schwede Gunnar Kalén 1933 im heimischen Saxtorp den Europameistertitel in der 500-cm³-Klasse gewann und dabei die gesamte Weltelite bezwang. Die Husqvarnas hatten aber meistens einen kleinen Zweitaktmotor und waren robust und zuverlässig. Deshalb wurden sie oft leicht modifiziert im Geländesport eingesetzt, bis das Werk spezielle Wettbewerbsmotorräder anbot. In den 1960er und 1970er Jahren konnte die Marke zahlreiche internationale Rennerfolge erringen, beispielsweise mehrfach in der Motocross-Weltmeisterschaft mit den Fahrern Rolf Tibblin und Bill Nilsson, oder bei den Six Days. 1983 wurde mit der TE 510 der erste wettbewerbsfähige Viertakter für den Geländesport seit den 1960er Jahren vorgestellt. Er sorgte für die Wiederbelebung der Viertaktklassen, da andere Hersteller rasch mit Neuentwicklungen folgten. Mit Weiterentwicklungen untermauerte Husqvarna seine Vorreiterrolle, was mit rund 70 Weltmeistertiteln dokumentiert wird, die Fahrer wie Thierry van den Bosch, Boris Chambon und Eddy Seel gewannen. Die Motorradsparte wurde 1987 an Cagiva verkauft, die später von MV Agusta übernommen wurden. 1988 wurde die Produktion der Motorräder ins norditalienische Varese verlegt. Einige Mitarbeiter des Unternehmens gingen diesen Schritt nicht mit und gründeten das schwedische Unternehmen Husaberg. Seither gab es häufige Wechsel der Mehrheitsanteilseigner bei MV Agusta, was wiederholt zu Lieferschwierigkeiten führte. 2007 erwarb BMW für rund 93 Millionen Euro Husqvarna von MV Agusta. BMW-Motorrad betreibt Husqvarna Motorcycles als unabhängiges Unternehmen weiter, auch der Unternehmenssitz verblieb in Varese. BMW will mit der Übernahme die Konzernstellung im Geländebereich stärken.[2] [Bearbeiten] Aktuelle ModelleHusqvarna ist, wie Konkurrent KTM, eine wichtige Marke im Motorradgeländesport. Das aktuelle Husqvarna-Angebot besteht aus Geländesport-Motorrädern und Supermotos mit Zwei- und Viertaktmotoren mit Hubräumen zwischen 50 cm³ und 900 cm³.
[Bearbeiten] Verweise[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/23/12, 4:38 pm |
Bilder
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