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Johanna Quandt
Johanna Maria Quandt, geb. Bruhn (* 21. Juni 1926) aus der Unternehmerfamilie Quandt ist die Witwe des deutschen Industriellen Herbert Quandt (1910–1982). Johanna Bruhns Mutter war die Tochter von Max Rubner, der 1891 an der damaligen Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin – heute Humboldt-Universität – den Lehrstuhl für Hygiene von Robert Koch übernahm und das Hygiene-Institut der Uniklinik leitete. Sie schloss eine Ausbildung als Medizinisch-technische Assistentin[1] ab und war ab Mitte der 1950er-Jahre im Büro des Industriellen Herbert Quandt tätig. Später arbeitete sie als persönliche Assistentin mit weitgehendem Einfluss auf Entscheidungen und heiratete 1960 Herbert Quandt. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Susanne (* 1962) und Stefan (* 1966) hervor. Sie war Quandts dritte Ehefrau und zählt heute zu den reichsten Frauen Deutschlands. Unter anderem hält sie 16,7 Prozent der Anteile am Automobilhersteller BMW, bei dem sie auch Mitglied im Aufsichtsrat war. Nach dem Tod ihres Mannes entwickelte sie seine vielfältigen Unternehmensbeteiligungen weiter und teilte dieses Erbe Ende der 1990er-Jahre unter ihren Kindern Stefan Quandt und Susanne Klatten auf, 2011 hielten sie zusammen 46,7 Prozent der Stammaktien BMWs. 2010 teilten sich die Quandts rund 365 Millionen Euro. Damit brachte die Beteiligung an BMW der Familie allein in 2010 und 2011 Jahren mehr als eine Milliarde Euro ein.[2] In den Jahren 2002 und 2003 spendete sie CDU und FDP insgesamt 325.000 Euro, im Jahr 2008 gemeinsam mit ihren beiden Kindern 300.000 Euro.[3] Sie gehört damit zu den größten Parteispendern in Deutschland. 1995 rief sie die Johanna-Quandt-Stiftung ins Leben; 2005 wurde sie aufgrund ihres Engagementes für die Behandlung krebskranker Kinder im Universitätsklinikum und der Frankfurter Kinderkrebshilfe zur Ehrensenatorin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main ernannt. 2009 wurde sie mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.[4] Gemeinsam mit dem Berliner Universitätsklinikum Charité hat sie im Dezember 2005 die „Stiftung Charité“ gegründet, welche vor allem das unternehmerische Denken an der Klinik fördern soll, aber auch wissenschaftliche Vorhaben unterstützen. Sie gilt mit einem Vermögen von 9,8 Milliarden US-Dollar (2011) als zweitreichste deutsche Frau nach ihrer Tochter Susanne Klatten und siebtreichste Deutsche. Weltweit belegt sie in der Forbes-Liste der reichsten Menschen Platz 89.[5] [6] Johanna Quandt führt heute ein zurückgezogenes Leben und meidet öffentliche Auftritte ebenso wie Interviews. [Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks[Bearbeiten] Einzelnachweise
Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/23/12, 5:28 pm |
Bilder
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