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Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009
Deutsche Briefmarke zu den Weltmeisterschaften mit 20-Cent-Zuschlag zugunsten der Stiftung Deutsche Sporthilfe
Die 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaften (offiziell: 12th IAAF World Championships in Athletics berlin 2009™ oder 12. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften berlin 2009™) fanden vom 15. bis 23. August 2009 im Olympiastadion von Berlin statt. Eine Ausnahme bildeten die Veranstaltungen im Marathon sowie das 20- bzw. 50-Kilometer-Gehen, die am Brandenburger Tor gestartet wurden und auch dort ihr Ziel fanden. Die Organisatoren gaben einen Etat von 45 Millionen Euro bekannt, der unter anderem durch 17 Millionen Euro aus dem Ticketverkauf und 7 Millionen Euro aus dem Marketing gedeckt wurde. Die Athleten waren während der Veranstaltung in den Hotels Estrel im Ortsteil Neukölln (950 gebuchte Zimmer) und Berlin, Berlin im Ortsteil Tiergarten (650 gebuchte Zimmer) untergebracht. Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften wurden in Deutschland von den öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste und ZDF im täglichen Wechsel live sowie vom Privatsender Eurosport täglich live übertragen, in der Schweiz von SF zwei. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Maskottchen Berlino. [Bearbeiten] Bewerbungen um den AustragungsortFür die Austragung hatten zunächst acht Städte ihr Interesse bekundet: Berlin (Deutschland), Brisbane (Australien), Brüssel (Belgien), Casablanca (Marokko), Daegu (Südkorea), Delhi (Indien), Split (Kroatien) und Valencia (Spanien). Bis zum 30. Juni 2004 mussten die Bewerbungsunterlagen der Städte beim Leichtathletik-Weltverband IAAF eingereicht werden. Kurz vor dem Stichtag zogen Brisbane, Casablanca, Daegu und Delhi ihre Bewerbung zurück, sodass nur die vier europäischen Kandidatenstädte verblieben. Am 4. Dezember 2004 vergaben die Mitglieder des IAAF-Rates während ihrer Sitzung in Helsinki die Veranstaltung mit 24 von 26 möglichen Stimmen nach Berlin. [Bearbeiten] BerichterstattungARD und ZDF traten als Fernsehanstalten des Gastgeberlandes auf, produzierten die Fernsehbilder in hochauflösendem Format (HDTV 1080i50[3], und produzierten somit nicht nach der EBU-Empfehlung in 1080p50[4]) und stellten das Signal für über 190 Fernsehmärkte weltweit zur Verfügung. Gesendet wurde von ARD und ZDF in der Auflösung 720p50. Hierzu wurden im Olympiastadion ca. 90 Fernsehkameras aufgebaut, was deutlich mehr als bei der Übertragung von Fußballspielen ist.[5] Die Sender Das Erste und ZDF boten, sich täglich abwechselnd, eine Live-Übertragung sämtlicher Wettkämpfe in Echtzeit über das Internet an.[6][7] Der Anbieter Zattoo ermöglichte Internetnutzern in Deutschland und der Schweiz den Empfang des laufenden Programms von ARD und ZDF und somit auch den Empfang der Weltmeisterschafts-Berichterstattung über das Internet. Einige Medien, darunter die taz, boykottierten die Berichterstattung, da sich alle Journalisten zum Erhalt der Akkreditierung mit einer polizeilichen und geheimdienstlichen Durchleuchtung einverstanden erklären mussten. Dafür wurden Anfragen beim LKA Berlin und darauffolgend beim Verfassungsschutz des Bundes und der Länder, beim Bundesnachrichtendienst und in verschieden Gewalttäterdateien gestellt[8]. Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilte das Prozedere als „mit der Pressefreiheit nicht vereinbar.“[9] [Bearbeiten] Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern
Luxemburg entsandte einen Athleten (Mike Schumacher). Für Italien traten die drei Südtiroler Christian Obrist, Alex Schwazer und Silvia Weissteiner an. Aus Liechtenstein nahm kein Athlet teil. [Bearbeiten] WettkampfrundenDie Teilnehmer am Finalwettkampf wurden in bis zu drei Ausscheidungswettkämpfen ermittelt. Im 10.000-Meter-Lauf, Marathonlauf, Gehen, Sieben- und Zehnkampf fanden keine Vorausscheidungen statt.
[Bearbeiten] Erfolgreichste Sportler
[Bearbeiten] Ergebnisse Männer[Bearbeiten] 100 m
Finale: 16. August, 21:35 Uhr WR: Usain Bolt (JAM), 9,69 s, 2008 [Bearbeiten] 200 m
Finale: 20. August, 20:35 Uhr WR: Usain Bolt (JAM), 19,30 s, 2008 [Bearbeiten] 400 m
Finale: 21. August, 21:20 Uhr WR: Michael Johnson (USA), 43,18 s, 1999 Im Finale ging Titelverteidiger Jeremy Wariner nach schnellem Beginn zunächst in Führung. In der letzten Kurve holte ihn der Favorit und Olympiasieger LaShawn Merritt ein und zog auf der Zielgeraden davon. Zum insgesamt neunten Mal bei zwölf Weltmeisterschaften und zum vierten Mal in Folge ging der Titel über 400 Meter an einen US-Amerikaner. [Bearbeiten] 800 m
Finale: 23. August, 17:25 Uhr WR: Wilson Kipketer (DEN), 1:41,11 min, 1997 [Bearbeiten] 1500 m
Finale: 19. August, 20:25 Uhr WR: Hicham El Guerrouj (MAR), 3:26,00 min, 1998 Das Rennen begann sehr langsam mit zwei 400-Meter-Abschnitten in 59,54 s und 60,64 s. Bis gut 200 Meter vor dem Ziel blieb das Feld zusammen, bevor die Entscheidung im Schlussspurt fiel. Deresse Mekonnen kam als Führender auf die Zielgerade, wurde jedoch noch von Yusuf Saad Kamel abgefangen. Dahinter konnte sich Bernard Lagat aus der Mitte des Feldes noch auf den dritten Rang vorschieben. Olympiasieger Asbel Kiprop musste in der letzten Kurve den langen Weg über die dritte Bahn gehen, weil die Innenbahnen von anderen Läufern blockiert waren. So kam er nicht mehr rechtzeitig in die Position, um in den Kampf um die Medaillen entscheidend eingreifen zu können. [Bearbeiten] 5000 m
Finale: 23. August, 16:25 Uhr WR: Kenenisa Bekele (ETH), 12:37,35 min, 2004 [Bearbeiten] 10.000 m
Datum: 17. August, 20:50 Uhr WR: Kenenisa Bekele (ETH), 26:17,53 min, 2005 Der Titelverteidiger und dominierende 10.000-Meter-Läufer der vergangenen Jahre, Kenenisa Bekele, ging als hoher Favorit an den Start. Dies umso mehr, als sein Landsmann Sileshi Sihine verletzt ausfiel. Schon in der ersten Rennhälfte versuchten die Läufer aus Katar und Kenia Bekele durch hohes Tempo in Bedrängnis zu bringen. Vor allem Nicholas Kemboi leistete einen Großteil der Führungsarbeit. Die 5000-Meter-Marke wurde in 13:40,45 min erreicht. Bekele behielt jedoch stets die Kontrolle über den Rennverlauf. Etwa vier Kilometer vor dem Ziel griff Zersenay Tadese an. Seiner Tempoverschärfung konnte schließlich nur noch Bekele folgen. Obwohl sich Tadese nach Kräften mühte, gelang es ihm nicht, Bekele abzuschütteln. Zu Beginn der letzten Runde startete Bekele seinen typischen Schlussspurt, um so Tadese scheinbar mühelos abzuhängen und in Weltmeisterschaftsrekordzeit zu gewinnen. Moses Ndiema Masai, der bis zu Tadeses Angriff der Führungsgruppe angehört hatte, wurde abgeschlagener Dritter. In dem typischerweise von Afrikanern bestimmten Wettbewerb konnten sich bemerkenswerterweise mit Dathan Ritzenhein und Galen Rupp zwei US-Amerikaner unter den besten Acht platzieren. [Bearbeiten] Marathon
Datum: 22. August, 11:45 Uhr WR: Haile Gebrselassie (ETH), 2:03:59 h, 2008 Einige der stärksten Athleten wie Weltrekordhalter Haile Gebrselassie und Olympiasieger Samuel Kamau Wanjiru sowie Titelverteidiger Luke Kibet waren in Berlin nicht am Start. Dennoch entwickelte sich von Beginn an trotz warmer Temperaturen um 21 °C im Schatten ein schnelles Rennen. Eine achtköpfige Führungsgruppe erreichte die Halbmarathonmarke in 1:03:03 h. Nach 30 Kilometern in 1:29:43 h führten die drei Kenianer Abel Kirui, Robert Kipkoech Cheruiyot und Emmanuel Kipchirchir Mutai sowie Deriba Merga aus Äthiopien, dessen Landsmann Tsegay Kebede acht Sekunden zurücklag. Kebede gelang es, auf den nächsten etwa fünf Kilometern erst Cheruiyot und dann Merga, der später das Rennen aufgab, zu überholen. An der Spitze konnte sich der Sieger Kirui in der Endphase von Mutai absetzen, der trotz Magenproblemen den zweiten Platz vor Kebede verteidigte. Dabei unterbot Kirui den alten Meisterschaftsrekord des verletzt fehlenden Jaouad Gharib um 1:36 min. Von 91 gestarteten Läufern erreichten 70 das Ziel. In der Mannschaftswertung des Weltcups, die aus der Summe der Zeiten der drei schnellsten Läufer eines Landes errechnet wird, gewann Kenia (6:25:28 h) vor Äthiopien (6:32:26 h) und Japan (6:41:05 h). Deutschland belegte den neunten Platz (6:56:20 h). Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern: Platz 18: André Pollmächer (GER), 2:15:36 h; Platz 34: Martin Beckmann (GER), 2:18:08 h; Platz 50: Falk Cierpinski (GER), 2:22:36 h; Platz 66: Tobias Sauter (GER), 2:35:43 h [Bearbeiten] 20 km Gehen
Datum: 15. August, 13:00 Uhr WR: Wladimir Kanaikin (RUS), 1:17:16 h, 2007 Der Wettkampf fand im Stadtzentrum auf einer 2-Kilometer-Runde beim Brandenburger Tor statt, die von den Athleten 10 mal durchlaufen werden musste, und zog rund 15.000 Zuschauer an. Bei 25 °C starteten 50 Geher, von denen 45 das Ziel erreichten. Der Olympiasieger von 2004, Ivano Brugnetti (Italien), schied ebenso aus wie der Olympiazweite 2004 und dreimalige Weltmeisterschafts-Zweite, Francisco Javier Fernández (Spanien). Die drei Erstplatzierten gingen nach Kilometer 14 in Führung. Wenig später setzte sich der Olympiasieger von 2008, Waleri Bortschin, ab und führte bis ins Ziel ungefährdet. [Bearbeiten] 50 km Gehen
Datum: 21. August, 09:10 Uhr WR: Denis Nischegorodow (RUS), 3:34:14 h, 2008 [Bearbeiten] 110 m Hürden
Finale: 20. August, 20:55 Uhr WR: Dayron Robles (CUB) 12,87 s, 2008 [Bearbeiten] 400 m Hürden
Finale: 18. August, 20:50 Uhr WR: Kevin Young (USA), 46,78 s, 1992 [Bearbeiten] 3000 m Hindernis
Finale: 18. August, 19:50 Uhr WR: Saif Saaeed Shaheen (QAT) 7:53,63 min, 2004 [Bearbeiten] 4 × 100 m Staffel
Finale: 22. August, 20:50 Uhr WR: Jamaika, 37,10 s, 2008 [Bearbeiten] 4 × 400 m Staffel
Finale: 23. August, 18:15 Uhr WR: Vereinigte Staaten, 2:54,29 min, 1993 [Bearbeiten] Hochsprung
Finale: 21. August, 19:15 Uhr WR: Javier Sotomayor (CUB), 2,45 m, 1993 Aufgrund starken Regens verzögerte sich der Beginn des Finales um etwa eine Stunde. Danach hatten viele Springer Probleme, auf der nassen Anlaufbahn ihr volles Leistungsvermögen abzurufen. Nur vier Athleten übersprangen 2,28 m und in der Folge auch 2,32 m. Da alle vier schließlich an 2,35 m scheiterten, entschied die Anzahl der Fehlversuche über die Medaillenvergabe. Hinter dem Sieger Jaroslaw Rybakow und dem Zweiten Kyriakos Ioannou, teilten sich Sylwester Bednarek und Raul Spank den dritten Platz. Für Rybakow war es nach drei zweiten Plätzen das erste Weltmeisterschafts-Gold. Bednarek übertraf seine bisherige persönliche Bestleistung um 4 cm, Raul Spank stellte seine ein. Dagegen war Titelverteidiger Donald Thomas unerwartet bereits in der Qualifikation ausgeschieden. [Bearbeiten] Stabhochsprung
Finale: 22. August, 18:15 Uhr WR: Serhij Bubka (UKR), 6,14 m, 1994 Steven Hooker gewann die Konkurrenz trotz einer schmerzhaften Oberschenkelverletzung, die ihn daran hinderte, den vollen Bewerb zu absolvieren. Er machte lediglich zwei Sprünge, einen Fehlversuch bei 5,85 m und dann einen weiteren erfolgreichen Sprung bei 5,90 m. Dieser reichte für die Goldmedaille, da keiner der beiden im Bewerb verbliebenen Franzosen die 5,95 m überspringen konnte. Insbesondere Renaud Lavillenie mit einer Saisonbestleistung von 6,01 m hätte von der Höhe her noch deutlich mehr Potential besessen, scheiterte aber nach Fehlversuchen bei 5,85 m und 5,90 m auch in seinem einzigen verbliebenen Versuch über 5,95 m an einer geringen seitlichen Berührung. [Bearbeiten] Weitsprung
Finale: 22. August, 18:05 Uhr WR: Mike Powell (USA), 8,95 m, 1991 Mitfavorit und Titelverteidiger Irving Saladino schied im Vorkampf des Finales ohne gültigen Versuch aus. [Bearbeiten] Dreisprung
Finale: 18. August, 18:05 Uhr WR: Jonathan Edwards (GBR), 18,29 m, 1995 [Bearbeiten] Speerwurf
Finale: 23. August, 16:20 Uhr WR: Jan Železný (CZE), 98,48 m, 1996 [Bearbeiten] Diskuswurf
Finale: 19. August, 20:10 Uhr WR: Jürgen Schult (GDR), 74,08 m, 1986 Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern: [Bearbeiten] Kugelstoßen
Finale: 15. August, 20:15 Uhr WR: Randy Barnes (USA), 23,12 m, 1990 Christian Cantwell, 2008 Olympiazweiter und Hallenweltmeister, setzte sich mit dem ersten Versuch an die Spitze und erzielte im fünften Versuch den einzigen 22-Meter-Stoß des Wettkampfes, zugleich Jahresweltbestleistung. Der Deutsche Ralf Bartels verbesserte seine persönliche Bestleistung um einen Zentimeter. Er gewann wie schon bei den Weltmeisterschaften 2005 die Bronzemedaille und schlug die hochfavorisierten US-Amerikaner Reese Hoffa und Adam Nelson. Dem zweiten deutschen Teilnehmer, Peter Sack, gelang kein gültiger Versuch. [Bearbeiten] Hammerwurf
Finale: 17. August, 18:05 Uhr WR: Jurij Sedych (URS), 86,74 m, 1986 [Bearbeiten] Zehnkampf
Datum: 19./20. August WR: Roman Šebrle (CZE), 9026 Punkte, 2001 [Bearbeiten] Ergebnisse Frauen[Bearbeiten] 100 m
Datum: 17. August, 21:35 Uhr WR: Florence Griffith-Joyner (USA), 10,49 s, 1988 [Bearbeiten] 200 m
Finale: 21. August, 21:00 Uhr WR: Florence Griffith-Joyner (USA), 21,34 s, 1988 [Bearbeiten] 400 m
Finale: 18. August, 19:35 Uhr WR: Marita Koch (GDR), 47,60 s, 1985 [Bearbeiten] 800 m
Finale: 19. August, 21:35 Uhr WR: Jarmila Kratochvílová (TCH), 1:53,28 min, 1983 Die Siegerin Caster Semenya hatte erstmals drei Wochen vor den Leichtathletik-Weltmeisterschaften mit der Weltjahresbestzeit von 1:56,72 min auf sich aufmerksam gemacht. Im Finale lief sie von der Spitze aus die erste Runde in schnellen 56,83 Sekunden. Etwa 250 Meter vor dem Ziel konnte Semenya einen Angriff erfolgreich abwehren und lief erneut Weltjahresbestzeit, wobei sie der zweitplatzierten Titelverteidigerin Janeth Jepkosgei Busienei aus Kenia 2,45 Sekunden abnahm. Aufgrund ihres männlichen Erscheinungsbildes ordnete die IAAF einen Geschlechtstest bei Semenya an.[10] Am 6. Juli 2010 gab die IAAF bekannt, dass Semanya wieder bei den Frauen starten darf.[11] Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern: [Bearbeiten] 1500 m
Finale: 23. August, 17:00 Uhr WR: Qu Yunxia (CHN), 3:50,46 min, 1993 Natalia Rodríguez aus Spanien erreichte das Ziel zwar als Erste, wurde jedoch nachträglich disqualifiziert, weil sie während des Rennens die Äthiopierin Gelete Burka schuldhaft zu Fall gebracht hatte. Alle Läuferinnen, die das Ziel hinter Rodríguez erreicht hatten, rückten in der Wertung um einen Rang auf. [Bearbeiten] 5000 m
Finale: 22. August, 19:35 Uhr WR: Tirunesh Dibaba (ETH), 14:11,15 min, 2008 [Bearbeiten] 10.000 m
Datum: 15. August, 19:25 Uhr WR: Wang Junxia (CHN), 29:31,78 min, 1993 Das Feld der 22 Läuferinnen lag nach langsamen sieben Kilometern (3:08 min/km) beisammen, als drei Äthiopierinnen und zwei Kenianerinnen das Tempo auf dem achten Kilometer verschärften (2:56 Minuten) und einen großen Vorsprung herausholten, den die restlichen Läuferinnen nicht mehr aufholen konnten. Im Endspurt wähnte sich die Äthiopierin Meselech Melkamu als Siegerin und jubelte schon vor dem Zielstrich, als Linet Masai sich an ihr vorbeischob und damit die seit 1999 ununterbrochene Siegesserie der Äthiopierinnen beendete. Weil neun Athletinnen der äußeren Startgruppe, unter ihnen Linet Chepkwemoi Masai (Erste), Wude Ayalew (Dritte), Grace Kwamboka Momanyi (Vierte) und Yurika Nakamura (Siebte), vorzeitig nach innen zogen, liefen sie eine zu kurze Strecke. Die von ihnen erzielten Zeiten werden daher nicht für statistische Zwecke herangezogen, obwohl sich an den Platzierungen nichts ändert.[12] [Bearbeiten] Marathon
Datum: 23. August, 11:15 Uhr WR: Paula Radcliffe (GBR), 2:15:25 h, 2003 Die Weltrekordhalterin Paula Radcliffe, die Weltjahresbeste Irina Mikitenko und die Titelverteidigerin Catherine Ndereba gingen in Berlin nicht an den Start. Auch wegen der warmen Temperaturen um 23 °C im Schatten war das Renntempo eher langsam. Die Halbmarathonmarke erreichte eine vergleichsweise große Führungsgruppe von 24 Läuferinnen in 1:13:39 h. Nach und nach fielen immer mehr Läuferinnen aus der Spitzengruppe, bis bei Kilometer 35 nur noch die drei späteren Medaillengewinnerinnen das Rennen anführten. Die beiden Chinesinnen Zhou Chunxiu und Zhu Xiaolin liefen zwar bis zum Schluss nur wenige Sekunden dahinter, konnten das Führungstrio aber nicht einholen. Die Mitfavoritin Kara Goucher verlor aufgrund von Magenproblemen den Anschluss an die Verfolgergruppe. Die Entscheidung über die Medaillenvergabe fiel erst auf dem letzten Kilometer, als sich die Siegerin Bai Xue erst von Aselefech Mergia und dann von Yoshimi Ozaki lösen konnte. Von 71 gestarteten Läuferinnen erreichten 60 das Ziel. In der Mannschaftswertung des Weltcups, die aus der Summe der Zeiten der drei schnellsten Läuferinnen eines Landes errechnet wird, gewann China (7:17:02 h) vor Japan (7:22:15 h) und Russland (7:24:42 h). Mit nur zwei Läuferinnen im Ziel kam Deutschland nicht in diese Wertung. [Bearbeiten] 20 km Gehen
Datum: 16. August, 12:00 Uhr WR: Olimpiada Iwanowa (RUS), 1:25:41 h, 2005 [Bearbeiten] 100 m Hürden
Finale: 19. August, 21:15 Uhr WR: Jordanka Donkowa (BUL), 12,21 s, 1988 [Bearbeiten] 400 m Hürden
Datum: 20. August, 20:15 Uhr WR: Julija Petschonkina (RUS), 52,34 s, 2003 [Bearbeiten] 3000 m Hindernis
Finale: 17. August, 20:30 Uhr WR: Gulnara Galkina (RUS), 8:58,81 min, 2008 Von Beginn an war das Rennen von einem hohen Tempo geprägt. Der erste Kilometer wurde in 3:01,26 min absolviert, der zweite in 3:05,19 min. Die Olympiasiegerin von 2008 und Weltrekordhalterin, Gulnara Galkina, galt als Favoritin, wurde jedoch am Ende nur Vierte. Auf der letzten Runde verlor sie überraschend den Anschluss an die Spitze. Stattdessen attackierte ihre Landsfrau Julija Sarudnewa rund 200 Meter vor dem Ziel. Nur Marta Domínguez und Milcah Chemos Cheywa konnten ihr folgen. Sarudnewa hatte dem Schlussspurt von Domínguez nach dem letzten Hindernis jedoch nichts mehr entgegenzusetzen und konnte ihren Platz vor Cheywa nur mit Mühe verteidigen. Dank kluger Renneinteilung verbesserte Antje Möldner auf Platz neun ihren eigenen deutschen Rekord noch einmal, nachdem ihr das bereits zwei Tage zuvor in der Qualifikationsrunde gelungen war. Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern: [Bearbeiten] 4 × 100 m StaffelFinale: 22. August, 20:00 Uhr WR: Deutsche Demokratische Republik, 41,37 s, 1985 Die Staffel aus Trinidad und Tobago stellte im Vorlauf mit 43,22 s einen Landesrekord auf. [Bearbeiten] 4 × 400 m Staffel
Finale: 23. August, 17:50 Uhr WR: Sowjetunion, 3:15,17 min, 1988 [Bearbeiten] Hochsprung
Finale: 20. August, 19:10 Uhr WR: Stefka Kostadinowa (BUL), 2,09 m, 1987 Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern: [Bearbeiten] Stabhochsprung
Finale: 17. August, 18:45 Uhr WR: Jelena Issinbajewa (RUS), 5,05 m, 2008 Die Titelverteidigerin Jelena Issinbajewa ging als hohe Favoritin in den Wettkampf. Während alle anderen Teilnehmerinnen im Finale mit einer Höhe von 4,25 m oder 4,40 m begannen, wählte Issinbajewa mit 4,75 m wie gewohnt einen späten Einstieg in den Wettkampf. Da sie an dieser Höhe zunächst scheiterte, während Anna Rogowska sie im ersten Versuch überquerte, ließ Issinbajewa 4,80 m auflegen. Auch diese Marke konnte Issinbajewa zweimal nicht bewältigen und blieb so als einzige Finalteilnehmerin ohne gültigen Versuch. Rogowska reichten die übersprungenen 4,75 m zum Sieg. Dahinter gewannen Monika Pyrek und die bis dahin unbekannte Chelsea Johnson, mit 4,65 m im ersten Versuch höhengleich, beide die Silbermedaille. Silke Spiegelburg übersprang zwar auch 4,65 m. Da ihr dies jedoch erst im zweiten Versuch gelang, wurde sie Vierte. Eine Bronzemedaille wurde nicht vergeben. [Bearbeiten] Weitsprung
Finale: 23. August, 16:15 Uhr WR: Galina Tschistjakowa (URS) 7,52 m, 1988 [Bearbeiten] Dreisprung
Finale: 17. August, 20:00 Uhr WR: Inessa Krawez (UKR) 15,50 m, 1995 [Bearbeiten] Speerwurf
Finale: 18. August, 19:25 Uhr WR: Barbora Špotáková (CZE), 72,28 m, 2008 [Bearbeiten] Diskuswurf
Finale: 21. August, 20:20 Uhr WR: Gabriele Reinsch (GDR), 76,80 m, 1988 [Bearbeiten] Kugelstoßen
Finale: 16. August, 20:20 Uhr WR: Natalja Lissowskaja (URS) 22,63 m, 1987 Die beiden späteren Erstplatzierten machten den Sieg unter sich aus: Nadine Kleinert ging mit Einstellung ihrer persönlicher Bestleistung von 20,06 m (im dritten Versuch verbessert auf 20,20 m) im ersten Versuch in Führung. Die Titelverteidigerin Valerie Vili setzte sich in der dritten Runde an die Spitze und lag mit drei ihrer fünf gültigen Versuche an der Siegposition. Sie ist die erste Neuseeländerin, der zwei Weltmeistertitel gelangen. Ihr erster Medaillengewinn bei einem Welt-Jahreshöhepunkt gelang der 20-jährigen Chinesin Gong Lijiao, die 2007 und 2008 schon als Finalteilnehmerin bei Weltmeisterschaften und Olympia aufgefallen war. Die Weißrussin Natallja Michnewitsch, unter den Finalteilnehmerinnen diejenige mit der höchsten persönlichen Bestleistung (20,70 m, 2008), blieb weit unter ihren Möglichkeiten. [Bearbeiten] Hammerwurf
Finale: 22. August, 19:30 Uhr WR: Tatjana Lyssenko (RUS), 77,80 m, 2006
Betty Heidler (Platz zwei) nach ihrer Ehrenrunde
[Bearbeiten] Siebenkampf
Datum: 15./16. August WR: Jackie Joyner-Kersee (USA), 7291 Punkte, 1988 Die Weltjahresbeste Jessica Ennis ging nach Siegen im 100-Meter-Hürdenlauf und im Hochsprung sofort deutlich in Führung. Mit dem besten Ergebnis im Kugelstoßen konnte die Olympiasiegerin von 2008, Natalja Dobrynska, ihren Rückstand zwischenzeitlich verkürzen. Jessica Ennis beendete den ersten Wettkampftag jedoch mit der schnellsten Zeit im 200-Meter-Lauf. Der Sieg im Weitsprung ging an Kamila Chudzik. Linda Züblin gewann das Speerwerfen und stellte dabei sogar einen neuen Landesrekord für die Schweiz auf, spielte jedoch in der Gesamtwertung keine Rolle. Vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf lag Jessica Ennis komfortabel in Führung, dahinter kämpften jedoch Kamila Chudzik, Jennifer Oeser und Natalja Dobrynska um Silber und Bronze. Trotz eines Sturzes eine Runde vor dem Ziel gelang es Oeser, Chudzik noch vom zweiten Rang der Gesamtwertung zu verdrängen, während Dobrynska auf dem vierten Rang blieb. Die beste Zeit über 800 Meter erzielte Tatjana Tschernowa, die als Gesamtachte jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb. Jessica Ennis hatte keine Mühe ihre Gesamtführung bis zum Ende zu verteidigen. Ennis und Oeser stellten neue persönliche Bestleistungen im Siebenkampf auf. [Bearbeiten] RekordeWährend der Weltmeisterschaften wurden somit drei Weltrekorde – durch Usain Bolt im 100- und 200-Meter-Lauf der Männer sowie Anita Włodarczyk im Hammerwurf der Frauen – aufgestellt. Jennifer Barringer (USA) und Bouabdellah Tahri (Frankreich) im 3000-Meter-Hindernislauf, Larbi Bouraadaim (Algerien) im Zehnkampf sowie Alonso Edward (Panama) im 200-Meter-Lauf verbesserten zudem die jeweiligen Kontinentalrekorde. Kenenisa Bekele im 10.000-Meter-Lauf, Ezekiel Kemboi im 3000-Meter-Hindernislauf, Betty Heidler im Vorkampf des Hammerwurfs, Melaine Walker über 400-Meter-Hürden, Abel Kirui im Marathon sowie die jamaikanische Sprintstaffel der Männer stellten zudem Weltmeisterschaftsrekorde (CR) auf. Zusätzlich wurden 48 nationale Rekorde verbessert und 16 Weltjahresbestleistungen aufgestellt.[13] [Bearbeiten] Abkürzungen
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
Helsinki 1983 | Rom 1987 | Tokio 1991 | Stuttgart 1993 | Göteborg 1995 | Athen 1997 | Sevilla 1999 | Edmonton 2001 | Paris/Saint-Denis 2003 | Helsinki 2005 | Ōsaka 2007 | Berlin 2009 | Daegu 2011 | Moskau 2013 | Peking 2015 | London 2017 Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/23/12, 10:41 pm |
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