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Mini (BMW Group)
2003 MINI Cooper S und Mk III Ursprünglicher Mini.
Mini (offizielle Schreibweise: MINI) ist eine 2001 unter Federführung von BMW entstandene Neuauflage des gleichnamigen englischen Kleinwagens. Mini ist zugleich der Name einer Automarke der BMW Group wie auch der Name eines Modells dieser Marke.
[Bearbeiten] Marke[Bearbeiten] GeschichteNachdem BMW 1994 die Rover Group mit den Marken Rover, Land Rover, MG und Mini übernahm, begann Rover eine moderne Neuauflage des klassischen Mini zu entwickeln. Kurz bevor sich BMW wieder von Rover trennte, wurde die technische Entwicklung zu BMW nach München verlagert. Die Produktion des Mini wurde im alten Morris-Werk Cowley in Oxford angesiedelt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde an diesem Standort der Rover 75 hergestellt, dessen Produktion nach Longbridge bei Birmingham verlagert wurde. Das Werk wurde in BMW Works Oxford umbenannt und für die Produktion des aktuellen Mini modernisiert. Weitere Teile werden in den Werken in Swindon und Hams Hall[1] sowie im Magna Steyr-Werk in Graz (Österreich) gefertigt. [Bearbeiten] Modelle
Die neuen Minis haben unterschiedliche interne Bezeichnungen. Sie sind vergleichbar mit den „E-Nummern“ von BMW und sind wie Rover-Entwicklungscodes (z. B. Rover 75 = R40) aufgebaut: Sie lauten:
[Bearbeiten] Mini (Generation 1 / 2001–2006)
Den neuen Mini gab es in verschiedenen Ausstattungs- und Designvarianten: Als Mini One D (55 kW/75 PS) („D“ für Diesel), dessen Motor aus dem Toyota Yaris stammt. Als Benziner gab es den Mini als One (66 kW/90 PS), Cooper (85 kW/116 PS) und Cooper S (125 kW/170 PS; mit Kompressor). Die drei 1,6-Liter-Reihenvierzylinder-Benzinmotoren stammen von Tritec, einem Joint Venture mit Chrysler, und werden in Brasilien hergestellt. Der Mini hat ein anderes Raumkonzept als das zitierte Vorbild. Mit 3,64 m ist er deutlich länger. Der eigentliche Mini wurde als Auto für Leute mit wenig Geld und wenig Stellplatz konzipiert. So waren die Räder besonders klein, damit sie nicht weit in den Innenraum ragen. Der neue Mini von BMW hingegen ist als sportliches Lifestyle-Fahrzeug mit Go-Kart-ähnlichem Fahrverhalten positioniert. Ließ die Zuverlässigkeit und Verarbeitung anfangs zu wünschen übrig, so lag das Fahrzeug mittlerweile in der Pannenstatistik „Kleine Klasse“ des ADAC 2003 auf dem 1. Platz[3] und 2004 auf dem 2. Platz. [Bearbeiten] Modelle und MerkmaleDie einzelnen Modelle sind an äußeren Merkmalen zu unterscheiden. Der Mini One und Mini One D hatten das Dach immer in Wagenfarbe und die Lamellen des Kühlergrills sowie die Außenspiegel in Schwarz lackiert. Der Mini One D besaß außerdem noch die „alten“ Front- und Heckschürzen, die bis zum Facelift 2004 auch beim Mini One und Cooper vorhanden waren. Beim Mini Cooper war das Dach wahlweise in Wagenfarbe, aber auch schwarz oder weiß, lackiert worden. Der Kühlergrill wurde verchromt. Der Cooper S verfügte über einen Kühlergrill in Wagenfarbe, einen separaten Lufteinzug (eine sogenannte Hutze), einen zweiflutigen, mittig angeordneten Auspuff sowie andere Front- und Heckschürzen. Des Weiteren unterscheiden sie sich durch ihre Motorisierung und durch Ausstattungsmerkmale. Im August 2004 wurde die Produktpalette einem Facelift unterzogen und um die Cabrio-Versionen erweitert. [Bearbeiten] Mini CabrioDas Mini Cabrio wurde auf dem Genfer Auto-Salon 2004 vorgestellt. Das Cabrio hat ein vollautomatisches Stoffverdeck, das ähnlich einem Schiebedach auch nur teilweise geöffnet werden kann. Die Heckklappe wird wie bei einem Pickup nach unten geklappt, wie es schon bei dem klassischen Mini war. Die Heckscheibe ist aus Glas und hat eine Scheibenheizung. Das Mini Cabrio wurde als One, Cooper und Cooper S eingeführt. [Bearbeiten] Sondermodelle
Mini John Cooper Works
Ab September 2005 wurde das Leistungs-Kit von John-Cooper-Works (JCW) auch wahlweise ab Werk in den Mini Cooper S eingebaut. Bis dahin war das JCW-Kit lediglich als nachrüstbares Zubehör verfügbar. Dieses umfasst neben der Leistungssteigerung durch einen geänderten Kompressor auf 154 kW (210 PS) auch ein mechanisches Sperrdifferenzial sowie eine geänderte Bremsanlage. Durch eine zusätzliche Klappe am Luftfilter, welche sich ab 4500/min öffnet, und durch eine geänderte Auspuffanlage soll das Motorengeräusch des Autos noch kraftvoller wirken. Seit Oktober 2005 sind drei Sondermodelle des Mini auf dem Markt:
Die Sondermodelle verfügen jeweils über ein individuelles Ausstattungspaket, womit bei den Sondermodellen viele Ausstattungsextras als Serienausstattung dabei sind, welche beim konventionellen Mini nur gegen Aufpreis zu haben sind. Sondermodelle gibt es, je nach Version, in fast allen Motorisierungsvarianten. Die Modelle sind von außen durch entsprechende Bezeichnungen als Sondermodell erkennbar. 2007 erschien zudem das Sondermodell Sidewalk für das Mini Cabrio. Ab Mai 2006 gab es das auf weltweit 2000 Fahrzeuge limitierte, zweisitzige, Sondermodell Mini Cooper S mit JCW GP-Kit. Es beinhaltet spezielle Felgen, Front- und Heckschürzen, Seitenschweller, einen geschlossenen Unterboden, Aluachsen, Recaro-Sportsitze und Spoiler, welche teilweise aus Carbon gefertigt sind, sowie den auf 160 kW (218 PS) gesteigerten Motor des Mini Cooper S. Diesen Mini gibt es in nur einer Ausstattungsvariante, „thunderblue metallic“-farbene Karosserie, Dach in „pure-silver“ und Außenspiegel in „chili-red“. [Bearbeiten] Technische Daten
[Bearbeiten] Mini (Generation 2 / seit 2006)
Am 18. November 2006 wurde die zweite Auflage des neuen Mini bei den Händlern vorgestellt. Der Mini wurde für den Fußgängerschutz optimiert, um den strengeren Crash-Tests Rechnung zu tragen. Dafür wurde die Motorhaube etwas länger und höher. Um die Proportionen des Mini zu erhalten, wurde ein ca. 10 cm breites Kunststoffband vor der klassisch steilen Frontscheibe eingefügt. Der Mini startete 2006 mit den Modellen:
Anfang 2007 kamen zwei weitere Modelle hinzu:
Im November 2007 kamen drei weitere Modelle hinzu:
Im August 2008 kamen zwei weitere Modelle hinzu:
Anfang 2009 folgte eine neue Basismotorisierung mit dem
Im Frühling 2009 folgte die Neuauflage des Cabrios mit drei Modellen:
Im April 2011 kam ein weiteres Modell hinzu:
[Bearbeiten] NeuerungenDie größten Neuerungen fanden unter dem Blech statt: Die gemeinsam mit PSA (Peugeot/Citroen) entwickelten Motoren sind deutlich sparsamer im Verbrauch (Mini Cooper D: 3,9 l/100 km, 104 g C02/km). Der Cooper S nutzt dazu einen Turbolader. Der Motor erhielt fünfmal hintereinander (2007 bis 2011) den Preis Engine of the year in seiner Klasse [4]. Die Ausstattungsliste wurde erweitert. So wird erstmals eine variable Innenraumbeleuchtung Ambilight angeboten, mit der Elemente wie die Türen dezent in farbigem, indirektem Licht beleuchtet werden. Im Innenraum kann der Käufer zwischen neun Stoff-, Stoff/Leder- und Lederausstattungen wählen. Des Weiteren kann der Wagen mit fünf unterschiedlichen Interieuroberflächen ausgekleidet werden. Klimaanlage und Sicherheitsausstattungen (ASC+T oder DSC 3) sind zwar nicht serienmäßig, aber in zwei verschiedenen Ausstattungspaketen enthalten. Für die Armlehnen und die Knieleiste kann zwischen fünf verschiedenen Farben gewählt werden. Vier Mini-Modelle (One Minimalist 55 kW / One Minimalist 72 kW / One D / Cooper D) sind ab dem Modelljahr 2008 mit den BMW EfficientDynamics unter der markenspezifischen Bezeichnung MINIMALISM ausgestattet. Dieses beinhaltet eine Start-Stopp-Automatik (in Verbindung mit Schaltgetriebe), eine Schaltpunktanzeige, eine Bremsenergie-Rückgewinnung, Aluminium-Komponenten, Leichtbaufahrwerk und neuen Unterboden (vermindert Luftwiderstand, verstärkt Anpresskraft). Dadurch lassen sich nach Herstellerangabe Verbrauch und Emissionen um bis zu 20 Prozent reduzieren. [Bearbeiten] Mini ClubmanIm September 2007 wurde der Mini Clubman auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Das Modell geht auf die auf der IAA 2005 vorgestellte Studie des Mini Traveller zurück.[5] Der „Clubman“ ist 24 cm länger als das Basismodell und hat einen 8 cm längeren Radstand. Bis zur B-Säule ist der Mini „Kombi“ bzw. „Shooting Brake“ - „Wir sehen ihn eher in der Tradition des Shooting Brake“[6] - mit den anderen Modellen identisch. Charakteristisch für den Clubman sind die „Clubdoor“ auf der Beifahrerseite (erleichtert den Einstieg in den Fond) und die "Splitdoor" (zweiflügelige Hecktür. Mit 260 bis 930 Litern Kofferraumvolumen bietet der Clubman mehr als die Modelle Hatch (160-680 Liter), Cabrio (125/170/660 Liter) und Coupé (280 Liter); er wird hierbei nur vom Countryman übertroffen (350-1.170 Liter).[7] Die Rückbank kann entweder geteilt oder völlig umgeklappt werden. Bei einer auf Wunsch lieferbaren Ausführung gibt es einen vollständig ebenen Ladeboden.[8] Vier Innenraumfarben und fünf Varianten der „Colour Line“ können im Innenraum miteinander kombiniert werden. Der Clubman verfügt serienmäßig über sechs Airbags und ist in über 40 verschiedenen Außenlackierungskombinationen lieferbar. Clubman Hampton (Cooper / Cooper D / Cooper S / Cooper SD), benannt nach dem Londoner Stadtteil, ist das erste limitiert erhältliche Modell der neuen Designlinie Mini yours.
Für das Designkonzept bekam der Mini Clubman den red dot award:product design 2008 mit honourable mention verliehen.[9][10] [Bearbeiten] Mini CabrioNeben allen technischen Neuerungen der Limousinen gibt es in der Neuauflage der Offenversion eine technische Spielerei: den „Always-open-Timer“. Diese links vom Drehzahlmesser angeordnete Runduhr zählt die Zeit zusammen, die die Mini-Besatzung mit offenem Dach verbringt. [Bearbeiten] Mini RoadsterDer Mini Roadster ist die Cabriovariante des Mini Coupé. Im Gegensatz zum Mini Cabriolet ist der Mini Roadster ein reiner Zweisitzer mit standardmäßig manuell zu öffnendem bzw. zu schließendem Textilverdeck (eine elektrische Öffnung ist dennoch gegen Aufpreis als Zubehör orderbar). Das Modell wird mit drei 1,6-Liter-Benzin-Motoren und einem 2,0-Liter-Dieselmotor angeboten. Die Leistung der Motoren beginnt mit 122 PS beim Einstiegsmodell und endet mit 211 PS bei der stärksten Motorisierung.[11] [Bearbeiten] Technische DatenWerte in [ ] gelten für Fahrzeuge mit 6-Gang-Automatikgetriebe Steptronic. [Bearbeiten] Mini-Modelle
[Bearbeiten] Mini-Cabrio-ModelleWerte in [ ] gelten für Fahrzeuge mit 6-Gang-Automatikgetriebe Steptronic.
[Bearbeiten] Mini-Clubman-Modelle
[Bearbeiten] Mini Countryman[Bearbeiten] Mini EEine elektrische Variante des MINI wird seit 2009 in Feldversuchen zur Elektromobilität in Berlin, München, London und den USA getestet.[12] Motor und den Lithium-Ionen-Akkumulator liefert die Firma AC Propulsion. Der Elektromotor leistet 150 kW (204 PS). Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt bei 8,5 s und die Spitzengeschwindigkeit ist elektronisch auf 160 km/h begrenzt. Insgesamt besteht der Akku aus 5088 Lithium-Ionen-Zellen, die in 48 Modulen im Fahrzeug untergebracht sind, zum Teil an der Stelle der Rücksitze, so dass im Fahrzeug nur noch zwei Sitzplätze vorhanden sind. Das Kofferraumvolumen wird durch die Akkumodule ebenfalls beeinträchtigt und auf 60 l reduziert. Die Reichweite mit einer Akkuladung beträgt 200 bis 250 km. Die Akkuladezeit liegt mit einem speziellen Ladegerät bei 2 Stunden. Mit einem Leergewicht von 1465 kg ist der elektrische Mini 300 kg schwerer als die fossilbetriebenen Varianten.[13] [Bearbeiten] Mini E RaceDer MINI E Race ist eine modifizierte Rennversion des serienmäßigen MINI E. Dafür wurden folgende Umbauten vorgenommen:
[Bearbeiten] Siehe auch[Bearbeiten] Rolls-Royce-MiniEin weiteres Sondermodell präsentierte Rolls-Royce im Juni 2009 der Weltöffentlichkeit, den Rolls-Royce-Mini. Dabei handelte es sich um eine von der Rolls-Royce Motor Cars umgebaute Version mit beigem Leder und Velours im Innenraum. Die Mittelkonsole und Knöpfe waren in schwarzem Klavierlack, die Instrumententafel dagegen im eigenen Rolls-Royce-Design gehalten. Lediglich das Lenkrad wurde vom Mini-Modell übernommen und hat dessen Emblem. Das Sondermodell wurde anlässlich des 50. Geburtstags des Mini produziert. Bislang gibt es allerdings nur ein Einzelmodell, da die von BMW geplante Kleinstserie von 500 Exemplaren nicht verwirklicht wurde.[14][15] [Bearbeiten] Mini Challenge
Rennfahrzeug der Mini Challenge
Von 2004 bis 2011 gab es unter der Bezeichnung Mini Challenge eine eigene Rennsportserie für den Mini in Deutschland. Mit diesem Markenpokal wollte BMW primär Rennsporteinsteiger und Amateurpiloten als Teilnehmer ansprechen. Es durften nur Fahrzeuge eines speziell für die Serie entwickelten Modells eingesetzt werden. Veränderungen an den Fahrzeugen waren weitestgehend verboten. Bekanntheit erlangte die Serie u. a. durch die Teilnahme von Cora Schumacher; Nachfolgeserie ist die Mini Trophy. Neben der Mini Challenge Deutschland gab bzw. gibt es Mini-Challenge-Serien auch im Vereinigten Königreich, Spanien, Australien, Neuseeland, Argentinien, Brasilien und Saudi-Arabien. [Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/24/12, 12:30 am |
Bilder
Quelle: Flickr. Twitter
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