Auffahrt zur Preisverleihung des Prinz-von-Asturien-Preises 2005
Die Prinz-von-Asturien-Preise (span.: Premios Príncipe de Asturias, eigentlich Fürst-von-Asturien-Preise) wurden 1981 erstmals durch die Stiftung Prinz von Asturien vergeben und werden jährlich in Oviedo, der Hauptstadt des Fürstentums Asturien in Anwesenheit des spanischen Thronfolgers Infant Felipe von Spanien (und seit 2004 seiner Gemahlin Doña Letizia) vergeben. Die Preisverleihung stellt – ähnlich wie die Verleihung der Nobelpreise – ein akademisches Ereignis ersten Ranges dar, nicht nur wegen der internationalen Preisträger, sondern auch wegen der Zusammensetzung der Jury.
Die Preisträger können Einzelpersonen, Institutionen oder Gruppen aus der ganzen Welt sein, die sich durch ihren Lebenslauf in einer der folgenden acht Kategorien auszeichnen: Kunst, Literatur, Sozialwissenschaften, Kommunikation und Geisteswissenschaften, Eintracht, internationale Zusammenarbeit, wissenschaftliche und technische Forschung und Sport.
Die Beratungen der verschiedenen Jurys (eine für jeden Preis) beginnen im Monat Mai und setzen sich bis in den September fort, wenn die Entscheidung über den Preisträger für den Sportpreis fällt. Die Beratungen der Jurys werden über zwei Tage im Hotel Reconquista im Zentrum der asturischen Hauptstadt durchgeführt. Am zweiten Tag der Beratungen veröffentlicht der Jurypräsident das Preisurteil.
Die Preise werden im Theater Campoamor überreicht. Die einzelnen Prinz-von-Asturien-Preise sind mit einem Geldbetrag in Höhe von 50.000 Euro dotiert. Außerdem wird jedem Preisträger eine Skulptur überreicht, die vom katalanischen Künstler Joan Miró entworfen wurde. Im Jahr 2005 feierte die Stiftung Premios Príncipe de Asturias ihr 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass schenkte ihr einer der frühen Preisträger, der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer den Entwurf für ein Kulturzentrum in Avilés, Asturien. Mit dem Bau dieses Großprojektes wurde noch im selben Jahr begonnen. Die offizielle Einweihung des inzwischen wieder geschlossenen Oscar-Niemeyer-Kulturzentrums erfolgte am 26. März 2011.
[Bearbeiten] Geisteswissenschaften und Literatur
[Bearbeiten] Sozialwissenschaften
[Bearbeiten] Kommunikation und Humanwissenschaften
[Bearbeiten] Internationale Zusammenarbeit
- 1981: José López Portillo
- 1982: Enrique V. Iglesias
- 1983: Belisario Betancur
- 1984: die Contadora Gruppe
- 1985: Raúl Alfonsín
- 1986: die Universitäten Salamanca und Coimbra
- 1987: Javier Pérez de Cuéllar
- 1988: Óscar Arias Sánchez
- 1989: Jacques Delors und Michail Gorbatschow
- 1990: Hans-Dietrich Genscher
- 1991: Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR, United Nations High Commissioner for Refugees)
- 1992: Nelson Mandela und Frederik Willem de Klerk
- 1993: die Blauhelme der United Nations, die in Ex-Jugoslawien stationiert waren
- 1994: Jassir Arafat und Jitzchak Rabin
- 1995: Mário Soares
- 1996: Helmut Kohl
- 1997: Regierung von Guatemala und guatemaltekische Nationale Revolutionäre Einheit
- 1998: Fatiha Boudiaf, Olayinka Koso-Thomas, Graça Machel, Rigoberta Menchú Tum, Fatana Ishaq Gailani, Emma Bonino und Somaly Mam
- 1999: Pedro Duque, John Glenn, Chiaki Mukai and Waleri Poljakow
- 2000: Fernando Henrique Cardoso
- 2001: die Internationale Raumstation ISS (International Space Station)
- 2002: Scientific Committee on Antarctic Research
- 2003: Luís Inácio Lula da Silva
- 2004: Das Erasmus-Programm der Europäischen Union
- 2005: Simone Veil
- 2006: Bill & Melinda Gates Foundation
- 2007: Al Gore
- 2008: Ifakara Health Research and Development Centre (Tansania), Malaria Research and Training Centre (Mali), Kintampo Health Research Centre (Ghana) und Manhiça Centre of Health Research (Mosambik)
- 2009: Weltgesundheitsorganisation
- 2010: The Transplantation Society (TTS) Montreal und die Organización Nacional de Transplantes (ONT) Spanien
- 2011: Bill Drayton
[Bearbeiten] Wissenschaftliche und technische Forschung
- 1981: Alberto Sols
- 1982: Manuel Ballester
- 1983: Luis Santaló
- 1984: Antonio García Bellido
- 1985: Emilio Rosenblueth und David Vázquez Martínez
- 1986: Antonio González González
- 1987: Pablo Rudomín und Jacinto Convit
- 1988: Manuel Cardona und Marcos Moshinsky
- 1989: Guido Münch
- 1990: Salvador Moncada und Santiago Grisolía
- 1991: Francisco Bolívar Zapata
- 1992: Federico García Moliner
- 1993: Amable Liñan
- 1994: Manuel Patarroyo
- 1995: Manuel Losada Villasante und das National Biodiversity Institute von Costa Rica
- 1996: Valentín Fuster
- 1997: Atapuerca Forschungsteam
- 1998: Emilio Méndez Pérez und Pedro Miguel Etxenike Landiríbar
- 1999: Ricardo Miledi und Enrique Moreno González
- 2000: Luc Montagnier und Robert Charles Gallo
- 2001: Craig Venter, John E. Sulston, Hamilton Othanel Smith, Francis Collins und Jean Weissenbach
- 2002: Robert E. Kahn, Vinton G. Cerf, Tim Berners-Lee und Lawrence Roberts
- 2003: Jane Goodall
- 2004: Judah Folkman, Tony Hunter, Joan Massagué Solé, Bert Vogelstein und Robert Allan Weinberg
- 2005: Antonio Damasio
- 2006: Juan Ignacio Cirac Sasturain
- 2007: Peter Lawrence und Ginés Morata
- 2008: Sumio Iijima, Shuji Nakamura, Robert Langer, George Whitesides und Tobin Marks
- 2009: Martin Cooper und Ray Tomlinson
- 2010: David Julius, Linda Watkins und Baruch Minke
- 2011: Joseph Altman, Arturo Álvarez-Buylla und Giacomo Rizzolatti