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Sainte-Marie-aux-Mines
Sainte-Marie-aux-Mines (deutsch Markirch) im Elsass ist der Hauptort des gleichnamigen französischen Kantons im Département Haut-Rhin. Die Gemeinde ist wie die Gemeinden Sainte-Croix-aux-Mines, Lièpvre und Rombach-le-Franc Mitglied der Communauté de communes du Val d’Argent, eines französischen Gemeindeverbandes.
[Bearbeiten] GeografieDie kleine Stadt liegt in den Vogesen am Fluss Lièpvrette, der früher auf Deutsch Leber oder Landbach genannt wurde. Das Tal wird wegen des früheren Bergbaus heute oft auch als Val d’Argent (Silbertal) bezeichnet. Heute leben innerhalb der 45,23 Quadratkilometer großen Gemeindefläche knapp 6000 Einwohner. Das Gebiet liegt auf 326–1210 m.ü.d.M. und gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges. Ortsteile der Gemeinde sind: Altenberg, Adelspach, Bourgonde, Brifosse, Côte d'Échery, Échery (Eckerich), Faunoux, Fenarupt, Fertrupt (Fortelbach), Haute Broque, Haïcot, Hergauchamps, Petite Lièpvre (Kleinleberau), Mongoutte, Petit Haut, Rauenthal, Saint-Philippe, Saint-Pierre sur l'Hâte (Zillhardt) und Surlattes. Nachbargemeinden von Sainte-Marie-aux-Mines sind Sainte-Croix-aux-Mines im Norden und Osten, Ribeauvillé und Aubure im Südosten, Fréland und Lapoutroie im Süden, Le Bonhomme und La Croix-aux-Mines im Südwesten sowie Ban-de-Laveline und Wisembach im Westen. [Bearbeiten] GeschichteDie historische Bedeutung von Sainte-Marie-aux-Mines beruht auf den dort vorhandenen Bodenschätzen, hauptsächlich Silber und Blei, und ihrer Ausbeutung. Bis ins 19. Jahrhundert war der Ort die drittgrößte Stadt im Oberelsass. Dass, wie vereinzelt angenommen, die Minen schon in gallo-römischer Zeit entdeckt und genutzt wurden, ist nicht belegt. Im Mittelalter jedoch bauten die Mönche des Klosters Echery, welches im 13. Jahrhundert von dem Mönch Bildulf gegründet wurde, die Bodenschätze bereits ab, wobei die Rechte an diesem Reichtum wohl bei der Familie von Echery (Eckerich) lagen, deren Burg nahe beim heutigen Ort stand. Das Gebiet des heutigen Sainte-Marie gehörte zu zwei unterschiedlichen Herrschaftsbereichen: die elsässische Seite gehörte dem Heiligen Römisches Reich deutscher Nation an und unterstand den Herren von Ribeaupierre (Rappoltstein), die andere Seite gehörte zum Einflussbereich der Herzöge von Lothringen. Ab dem 16. Jahrhundert wurden diese Unterschiede besonders deutlich: Die elsässische Seite war deutschsprachig und protestantisch, was dazu führte, dass zahlreiche deutsche und französische Protestanten, Mennoniten und Amische, deren Ursprung hier liegt, in die Stadt kamen, wo sich auch Arbeit für 3000 Bergleute anbot; die lothringische Seite war frankophon und katholisch. Nach 1790, als die Grenzen innerhalb des revolutionären Frankreich an Bedeutung verloren hatten, schlossen sich die beiden Ortsteile Sainte-Marie-Alsace und Sainte-Marie-Lorraine zur einen Gemeinde Sainte-Marie-aux-Mines zusammen. Von 1871 bis 1918 gehörte der Ort mit dem Reichsland Elsass-Lothringen zum Deutschen Reich. Dadurch wurde Sainte-Marie-aux-Mines wieder Grenzstadt; die deutsch-französische Grenze verlief auf dem Vogesenkamm ganz in der Nähe. Ab 1918 wurde der Rhein wieder die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland und der Ort damit wieder französisch, im Zweiten Weltkrieg 1940–1944 allerdings vorübergehend von deutschen Truppen besetzt. [Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten] GemeindepartnerschaftMit Untergrombach, einem Teilort der 200 km entfernten Stadt Bruchsal, ist Sainte-Marie-aux-Mines partnerschaftlich verbunden. [Bearbeiten] VerkehrsanbindungÜber den 7 km entfernten Pass Col de Sainte-Marie (772 m) gelangt man auf der Route nationale 59 über den Vogesenkamm in das benachbarte Saint-Dié-des-Vosges in Lothringen. Das Tal aufwärts führt zum Col des Bagenelles (903 m), über den man zum Col du Bonhomme (949 m) gelangt – ebenfalls ein Übergang nach Lothringen – und zur Route des Crêtes. Nach Ribeauvillé über den 742 m hohen Col Haut de Ribeauvillé am Rande das Gebirges im Südosten sind es etwa 20 km, nach Sélestat in der Oberrheinebene etwa 23 km, Saint-Dié im Westen ist etwa 23 km entfernt. Die Verbindung nach Saint-Dié ist auch durch den gebührenpflichtigen Maurice-Lemaire-Tunnel möglich. Der ursprüngliche Eisenbahntunnel, später umgebaut zu einem Straßentunnel, ist der längste vollständig auf französischem Gebiet liegende Straßentunnel. Nach Abschluss umfangreicher Baumaßnahmen, die hauptsächlich der Sicherheitsausstattung dienten, wurde der Tunnel ab 1. Oktober 2008 wieder geöffnet. [Bearbeiten] Persönlichkeiten[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten] Mit der Gemeinde verbunden
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
Gemeinden im Kommunalverband Val d’Argent
Lièpvre | Rombach-le-Franc | Sainte-Croix-aux-Mines | Sainte-Marie-aux-Mines Gemeinden im Arrondissement Ribeauvillé
Ammerschwihr | Aubure | Beblenheim | Bennwihr | Bergheim | Fréland | Guémar | Hunawihr | Illhaeusern | Ingersheim | Katzenthal | Kaysersberg | Kientzheim | Labaroche | Lapoutroie | Le Bonhomme | Lièpvre | Mittelwihr | Niedermorschwihr | Orbey | Ostheim | Ribeauvillé | Riquewihr | Rodern | Rombach-le-Franc | Rorschwihr | Sainte-Croix-aux-Mines | Sainte-Marie-aux-Mines | Saint-Hippolyte | Sigolsheim | Thannenkirch | Zellenberg Quelle: Wikipedia. Aktualisiert: 05/24/12, 9:54 am |
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